Inzwischen geht Rosberg locker damit um, dass "Schumi" im Rampenlicht steht

Formel 1 2011

— 25.05.2011

Rosberg: "Musste mir bei Mercedes Respekt erarbeiten"

Nico Rosberg erklärt, dass er und Schumacher im Team zunächst ungleich behandelt wurden und wieso ihn Fragen über den Vater oft nervten

Nico Rosberg ist es gewohnt, im Schatten zu stehen. Der Wiesbadener war seit Beginn seiner Motorsport-Karriere stets "der Sohn des Weltmeisters" Keke Rosberg. Als er sich dann endlich in der Formel 1 etabliert hatte, wurde ihm Rekord-Weltmeister Michael Schumacher vor die Nase gesetzt. Keine leichte Situation für den Mercedes-Piloten, der nach fast 100 Grands Prix immer noch seinem ersten Sieg nachläuft, von Insidern aber längst als absoluter Spitzenpilot gesehen wird.

Trotz seiner starken Leistungen im teaminternen Duell mit Schumacher, drehten sie die meisten Fragen der Presse stets um den siebenfachen Weltmeister. Im Interview mit der 'Süddeutschen Zeitung' meint Rosberg, dass er sich nicht nur daran gewöhnen musste, sondern auch an die Art und Weise, wie das Mercedes-Team zunächst mit ihm und Schumacher umging.

"Am Anfang war das so", schildert Rosberg, "Michael kam rein - und der Respekt war da. Ich musste mir ihn erst erarbeiten. Solche Situationen gab es viele." Für die ungleiche Behandlung zeigt er allerdings Verständnis: "Michael ist der Rekordhalter der Formel 1. Einer der größten Sportler überhaupt. Deshalb ist das kein Problem."

In letzter Konsequenz zählt teaminternes Duell

Der ehemalige Kart-Teamkollege von Lewis Hamilton gibt ein Beispiel, wo er sich die Anerkennung des Teams erst verdienen musste: "Ich musste beweisen, dass ich das Auto abstimmen und Aussagen treffen kann, die bei der Weiterentwicklung helfen." Dies sei ihm gelungen: "Inzwischen habe ich das Gefühl, dass ich mit Michael da auf einem ähnlichen Level bin. Wir geben meistens die gleichen Richtungen vor und sind eigentlich immer einer Meinung. Für das Team ist das gut: Es bekommt immer eine klare Meinung, was die Fahrer wollen."

Obwohl es sich bei der Formel 1 auch um einen Teamsport handelt, will man in letzter Konsequenz aber vor allem den Teamkollegen besiegen, gibt Rosberg offen zu: "Du willst die Abstimmung deines Autos immer ein bisschen besser hinbekommen als der Teamkollege. Aber die Balance in diesem Wettbewerb stimmt: Alles läuft sehr offen, sehr produktiv."

Vergleiche mit Vater schwieriger als mit Schumacher

Dass er sich schließlich gegen Schumacher durchgesetzt hat, habe ihn laut eigenen Angaben selbst "sehr" überrascht. Damit ist es ihm auch gelungen, aus dem Schatten des langjährigen Ferrari-Superstars zu treten. Daher ist es kein Wunder, dass er mit Fragen über Schumacher locker umgeht.

Die ständigen Vergleiche und Verweise auf den Vater brachten ihn da schon eher aus der Fassung: "Das war schon ab und zu anstrengend. Weil es sich über viele Jahre zog. Generell habe ich aber kein Problem damit, auf meinen Vater angesprochen zu werden. Ich bin sehr stolz auf ihn und froh, dass er meine Karriere so unterstützt hat."

Dass er im Gegensatz zu vielen Altersgenossen ständig auf dem Prüfstand steht, Durchsetzungs-Kraft beweisen und auch den schwierigen Umgang mit der Öffentlichkeit lernen musste, sieht er absolut positiv: "In der Formel 1 lernt man sehr schnell sehr viel. Das beschleunigt auch die Persönlichkeitsentwicklung. Ich glaube, das ist ein Riesenglück fürs Leben insgesamt."

Fotoquelle: xpb.cc

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