Fernando Alonso im Ferrari 150° am 150-Meter-Schild: Es lief gut in Monaco

Formel 1 2011

— 26.05.2011

Ferrari: Donnerstag als Glücksbringer

Fernando Alonso fuhr in Monaco zur Donnerstagsbestzeit, Felipe Massa mit vollem Einsatz Sechster - Ferrari wähnt sich auf einem guten Weg

Angesichts des großen Rückstandes von Ferrari in Barcelona im Rennen war kaum davon auszugehen, dass die Roten in Monte Carlo Bestzeiten auf den Asphalt knallen würden. Doch der Donnerstag im Fürstentum verlief erfolgreich. Fernando Alonso fuhr zur Tagesbestzeit, Felipe Massa zu Rang sechs. Beide fuhren auf ihren Longruns dann auch noch Zeiten, die schneller waren als die der Konkurrenz. Noch aber wollte man seitens Ferrari die zu erntenden Früchte nicht zu hoch hängen.

"In Monaco kommt es hauptsächlich darauf an, ein gutes Gefühl für das Auto zu bekommen. Je mehr davon man hat, desto mehr kann man riskieren, Runde für Runde", so Alonso. "Es sieht so aus, als wären wir hier etwas konkurrenzfähiger als anderswo, aber natürlich müssen wir vorsichtig sein, weil wir nicht wissen, wie viel Benzin die anderen an Bord hatten. Der Grund ist aber schnell gefunden. Die Aerodynamik zählt hier weniger und darunter leiden wir dann weniger. Auf der Strecke mit der niedrigsten Durchschnittgeschwindigkeit werden einige Schwächen von anderen Faktoren überdeckt."

Und er fühlte sich, wie schon angesprochen, besonders wohl. "Ich fühlte mich sofort am Morgen schon gut im Auto und konnte immer mehr angreifen, weil das Auto gut reagierte und ich Vertrauen hatte", fährt er fort. "Ich bin zufrieden, aber wir wissen auch, dass es erst der erste Tag ist. Red Bull könnte sich vor dem Qualifying noch etwas zurückhalten. Der Samstag wird ohnehin stressiger, denn der kleinste Fehler wird hart bestraft. Wir müssen ein paar Risiken eingehen, weil wir die Lücke schließen müssen. Die Reifen funktionieren ganz gut, so wie im Wintertest schon erlebt. Nach dem ersten Eindruck zu urteilen gibt es keinen so großen Unterschied zwischen beiden Mischungen."

Keine Reifenprobleme

"Ich bin mit dem Auto recht zufrieden, auch wenn ich noch etwas Übersteuern habe - vor allem mit den superweichen Reifen", so Massa. Dessen Probleme waren an den Monitoren gut zu sehen, als er ein ums andere Mal einen rutschenden Ferrari in letzter Not noch abfangen konnte. "Im Vergleich zu Barcelona sollten wir für den Kampf besser gerüstet sein: Es ist nicht wie an anderen Schauplätzen, wo wir wissen, dass wir die Reifen nicht zum Arbeiten bekommen werden."

Auch Massa gibt zu, am Donnerstag doch etwas zu viel gewollt zu haben. "Es gab schon Momente, die an der Grenze waren", so der Brasilianer. "Bei mindesten drei Gelegenheiten berührte ich die Leitplanken. Ich fuhr auf den weichen Reifen einen Longrun, um den Verschleiß zu testen. Das Überholen könnte schwierig werden, aber dank KERS könnte man ein Auto überholen können, dass gerade mit nachlassenden Reifen kämpft."

Ein anderes Problem ist und bleibt der Verkehr im Fürstentum. Auch Massa bekam im Training die Auswirkungen zu spüren. Er verlangsamte vor einer neuen schnellen Runde, um Abstand nach vorn zu schaffen - und hielt prompt Teamkollegen Alonso auf. "Das ist unmöglich zu vermeiden", so Massa. "Heute hielt ich Fernando auf. Doch ein McLaren war vor mir, der mich wiederum einbremste."

Keine Garantie für den Samstag

Der neue Chassis-Chef Pat Fry freut sich auch über den guten Start "in ein besonderes Wochenende in dieser unglaublichen Kulisse", wie er erklärte. "Wir haben uns heute hauptsächlich darauf konzentriert, das beste Setup für das Auto zu finden und die beiden Reifentypen zu finden. Dabei feiert der superweiche Reifen hier seine Rennpremiere. Von dem, was wir gesehen haben, sind die Zeiten recht konstant. Aber wir wissen auch, dass sich die Strecke hier von Donnerstag bis Samstag ändert. Wir können also nichts als gesichert annehmen."

"Wir haben heute Morgen auch eine Handvoll Aerodynamikupdates getestet - der Ferrari 150° ist im Grunde jedoch so wie in Barcelona. Dann haben wir versucht, Felipe und Fernando ein gut ausbalanciertes Auto zu geben, zu dem sie das volle Vertrauen haben", so Fry weiter. "Wir haben nun mehr Zeit als sonst für die Vorbereitung auf das Qualifying und das Rennen. Es gibt noch Gebiete, auf denen wir besser werden müssen und können. Aber es sieht aus, als wären wir auf einem guten Weg, mit von der Partie zu sein."

Fotoquelle: xpb.cc

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