Viel Lärm um nichts? Whitmarsh sieht Buttons Stapler-Unfall nicht so tragisch

Formel 1 2011

— 27.05.2011

Whitmarsh: "Jensons Stapler-Unfall wurde übertrieben"

Martin Whitmarsh findet, dass Jenson Buttons Unfall mit einem Gabelstapler nicht so schlimm war, die Teambosse brechen eine Lanze für die Motorhomes

Bei Jenson Button war die Entrüstung groß. Der McLaren-Star wäre am Mittwoch im Fahrerlager von Monaco beinahe in einen Unfall mit einem Gabelstapler verwickelt worden. Als der Stapler reversierte, übersah er den Formel-1-Piloten, der aber schließlich mit dem Schrecken davonkam. "Ich habe aufgepasst, aber er hat mich übersehen", meinte der Brite. "Vielleicht sollten wir in Zukunft Bauarbeiter-Helme tragen."

Der Beinahe-Unfall und ein nicht annähernd fertiggestelltes Fahrerlager am Mittwoch sind darauf zurückzuführen, dass die Formel-1-Teams zwischen den Rennen in Spanien und Monaco kaum Zeit hatten, um ihre Motorhomes abzubauen und wieder aufzubauen. Dazu kommt, dass die engen Gassen des Fürstentums für jeden Logistiker ein Alptraum sind, außerdem fängt das Monaco-Rennwochenende um einen Tag früher an.

"Nun, es ist unglaublich hart", gibt McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh zu. "Direkt aufeinanderfolgende Rennen waren immer hart für die Crew und für das Team. Da Monaco einen Tag früher beginnt, ist es noch ein bisschen härter." Doch der Brite findet, dass der Gabelstapler-Unfall Buttons etwas überproportional dargestellt wurde.

Wie Whitmarsh Buttons Unfall kommentiert

"Es gab viel Action, alles drehte sich um den Gabelstapler-Unfall mit Jenson", sagt der McLaren-Teamchef. "Aber ich glaube, dass Jenson in seinem Leben hier schon gefährlichere Dinge getan hat - sowohl in und außerhalb des Autos. Daher denke ich, dass das etwas übertrieben wurde. Aber natürlich ist es hart."

Whitmarsh ist der Meinung, dass man überhaupt froh sein muss, in diesem nicht gerade Formel-1-typischen, aber umso attraktiveren Umfeld ein Formel-1-Rennen durchführen zu können. "Alle Teams sind hier. Daher müssen wir den Menschen danken, die die Garagen, die Hospitality-Bereiche und die Autos aufbauen, damit wir hier ein Rennen fahren können."

Dass es zu Schwierigkeiten kommt, ist laut Force-India-Besitzer Vijay Mallys auch darauf zurückzuführen, dass die Rennställe in den vergangenen Jahren immer gigantischere Motorhomes und Hospitality-Bereiche aus dem Boden gestampft haben. "Manchmal zahlen wir den Preis für unsere Enthusiasmus", sagt der Inder.

Sind die Motorhomes zu groß?

"Wir wollten unser Motorhome zu einer Art Taj Mahal machen. Bei diesem Vorhaben haben wir ein ziemlich schweres und komplexes Bauwerk kreiert, bei dessen Aufbau und Abbau wir viel mehr Zeit benötigen", erklärt Mallya. "Aber so ist das Leben. Wir sind es gewohnt. Wir wussten, dass die zwei Rennen direkt aufeinander folgen und unsere Jungs sind damit ziemlich gut umgegangen."

Graeme Lowdon, Präsident von Marussia-Virgin, bricht ebenfalls eine Lanze für die gigantischen und teuren Motorhomes: "Wir dürfen nicht vergessen, dass die Formel 1 und die finanzielle Seite der Formel 1 derzeit sehr komplex sind. Diese Bauwerke spielen dabei eine wichtige Rolle, den Anforderungen der Sponsoren und Gäste zu dienen. Daher ist es ein wichtiger Teil der Show und die Leute, die sie zusammenbauen, leisten unter schwierigsten Umständen unglaublich professionelle Arbeit. Davor ziehe ich meinen Hut."

Dabei muss sich auch Marussia-Virgin an die großen Teams anpassen, gibt Lowdon zu: "Wir haben wahrscheinlich das kleinste Motorhome von allen, aber ich denke, eines der freundlichsten. Wir müssen warten, bis die großen Bauten fertiggestellt werden, bevor wir unser Motorhome aufstellen."

Fotoquelle: xpb.cc

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