Nick Heidfeld vertritt den verletzten Robert Kubica seit dem Saisonstart

Formel 1 2011

— 30.05.2011

Kubica-Comeback: Entscheidung liegt beim Polen

Renault setzt seinen verletzten Stammpiloten Robert Kubica keineswegs unter Druck: Geduld ist gefragt - Keine Einsätze an Freitagen geplant

Hinter den übermächtigen Red Bull und den schnellsten Verfolgern McLaren und Ferrari hat sich Renault seit dem Saisonstart als vierte Kraft etabliert. Das frühere französische Werksteam ist konstant in den Punkterängen vertreten, hat aber etwas den Glanz der ersten beiden Saisonrennen verloren. In Monaco hatte man sich Podestchancen ausgerechnet, doch spielte im Kampf um die Spitze überhaupt keine Rolle.

Angesichts der momentanen Situation stellt sich immer wieder die Frage, welche Ergebnisse Renault mit einem gesunden Starpiloten Robert Kubica hätte einfahren können. Ersatzmann Nick Heidfeld sammelte nach erfolgreicher Aufholjagd zwar auch im Fürstentum weitere vier Zähler, doch denken im Team viele an die Leistungen von Kubica, der im Vorjahr an gleicher Stelle auf dem Podest gestanden hatte.

"Vielleicht besteht einmal die Chance, dass er ein Freitagstraining fährt, aber Rennen sind dieses Jahr absolut unmöglich", wurde Renault-Besitzer Gerard Lopez kurz vor dem Monaco-Grand-Prix zitiert. Diese Worte sorgten im Fahrerlager und in Fankreisen für Euphorie. Kommt Kubica schon bald zurück? Nein, stellte dessen Manager Daniele Morelli umgehend klar. An Freitagseinsätze sei ohnehin nicht gedacht.

"So habe ich die Aussage von Gerard nicht verstanden. Einiges davon ist mehrfach übersetzt und vielleicht aus dem Zusammenhang gerissen worden", winkt auch Renault-Teamchef Eric Boullier ab. "Ich habe Robert vor zwei Wochen besucht. Ich kann garantieren, dass er wirklich alles versucht. Er arbeitet konsequent, besser geht es nicht. Seine Genesung geht gut voran."

"Er muss nun einige Stationen durchlaufen. Das wird Zeit in Anspruch nehmen", beschreibt der Franzose. "Beispielweise müssen die Nerven wieder reaktiviert werden. Das ist ein Lernprozess des Körpers, den man nicht beschleunigen kann. Man muss Geduld haben." Das Rehabilitations-Programm des Polen ist umfangreich, weil die komplette rechte Körperhälfte beim Rallyecrash vor dem Saisonstart erheblich verletzt wurde.

"Ich bin sicher, dass Robert zurückkommen kann. Er selbst entscheidet darüber, wann er sein Comeback geben kann. Er will zuerst vollständig wiederhergestellt sein. Im Sommer wissen wir mehr", sagt Boullier. Das Team sehnt die Rückkehr des Stammpiloten herbei. Nach Aussage des Teamchefs ist Ersatzpilot Heidfeld zwar "gut, aber nicht gut genug". Man erwartet eine Steigerung vom Deutschen.

Fotoquelle: xpb.cc

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