Die bangen Momente: Sutil zwingt Hamilton zu einem harten Bremsmanöver

Formel 1 2011

— 01.06.2011

Sutil: "Habe nicht direkt vom Abbruch profitiert"

Der Grand Prix von Monaco wurde unmittelbar nach Adrian Sutils Leitplanken-Kuss unterbrochen, doch der Siebtplatzierte sieht sich nicht als Profiteur des Abbruchs

Auch dieses Jahr war der Grand Prix von Monaco fr Adrian Sutil ein regelrechtes Abenteuer. Doch im Gegensatz zu 2008, als der Deutsche von Kimi Rikknen abgeschossen und um einen mglichen Podestplatz gebracht wurde, hatte Sutil dieses Jahr Glck. Der Force-India-Pilot war mit harten Reifen ins Rennen gegangen und ntzte die erste Safety-Car-Phase zum Wechsel auf weiche Reifen. Ein Trick, der ihn auf den vierten Platz nach vorne splte, ihn aber auch dazu zwang, 44 Runden mit dem Supersoft-Gummi durchzuhalten.

Dieses Unterfangen war zum Scheitern verurteilt. "Ich hatte mit den Hinterreifen groe Probleme und verlor eingangs der Tabakskurve das Heck und berhrte die Mauer", schildert Sutil gegenber 'F1.com' den Moment, der wenig spter eine Massenkollision auslsen sollte. "Ich hatte einen Plattfu, versuchte auf der Strecke zu bleiben und in die Boxen zurckzufahren, um die Reifen zu wechseln. Ich sah nicht, was hinter mir passierte."

Runde 68: Sutil lst Kettenreaktion aus

Es war die 68. Runde, als Pastor Maldonado den sechsplatzierten Sutil berholte und der Force-India-Pilot daraufhin die Leitplanken ksste. "Durch die Rundenzeiten wussten wir, dass das Spiel aus war", erinnert sich Chefingenieur Dominic Harlow an die bangen Momente. "Es war aber einen Versuch wert. Er berhrte in der Tabakskurve die Begrenzung, dadurch brach die Felge, wodurch der Reifenschaden entstand."

Der schlingernde Deutsche zwang Lewis Hamilton zu einem harten Bremsmanver, Jaime Alguersuari fuhr dem Briten ins Heck, Witali Petrow donnerte dahinter in die Leitplanken und wurde von seinem eigenen Rad bewusstlos geschlagen. Das Rennen wurde zunchst hinter dem Safety-Car weitergefhrt und dann unterbrochen.

Sutil ein Profiteur des Rennabbruchs?

Doch profitierte Sutil vom Rennabbruch? "Ich habe nicht direkt davon profitiert", argumentiert er. "Ich lie meine Reifen vor der roten Flagge wechseln. Einige andere Autos profitierten hingegen enorm, weil sie eigentlich einen zustzlichen Stopp geschenkt bekamen." Damit verweist Sutil auf die umstrittene Regelung, dass die Teams vor einem Neustart die Reifen wechseln drfen. "Ich glaube, dass es eine gute Idee ist, sich diese Regel genauer anzusehen", gibt sich auch der Wersauer kritisch.

Schlielich ging dann doch alles gut - Sutil profitierte von der Kollision zwischen Lewis Hamilton und Maldonado, machte einen Platz gut und kam schlielich als Siebter ins Ziel. "Htte uns jemand vor dem Wochenende dieses Resultat angeboten, dann wren wir glcklich gewesen", stellt Harlow klar. Kein Wunder, schlielich landeten Sutil und Teamkollege Paul di Resta im Qualifying blo auf den Pltzen 15 und 14. Der Schotte war im Rennen weniger erfolgreich und wurde nur Zwlfter.

Nun geht es nach Montreal - eine Strecke, die einen starken Motor erfordert. Dies knnte Force India in die Hnde spielen, schlielich zhlt das Mercedes-Aggregat zu den besten im Starterfeld. "Ich freue mich auf Montreal", sagt Sutil. "Das ist auch ein sehr schnes Rennwochenende. Diese Strecke sollte dem Auto sehr gut liegen, daher denke ich, dass wir ein weiteres gutes Resultat erreichen knnen. Drckt uns die Daumen!"

Fotoquelle: xpb.cc

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