Crash im Fürstentum: Felipe Massa ging auch in Monaco leer aus

Formel 1 2011

— 02.06.2011

Massa und der mörderische Mai

Ferrari-Pilot Felipe Massa hofft, dass er seine Pechsträhne hinter sich hat: Drei Rennen im Mai ohne WM-Punkte - Neue Teile für den Grand Prix in Kanada

Im Falle von Felipe Massa machte der Mai alles neu - allerdings in negativem Sinne. Der Brasilianer hatte im März und April in den ersten drei Saisonrennen nicht überragend, aber immerhin solide gepunktet, in den drei Mai-Rennen gab es anschließend nicht einen einzigen Zähler. Der Ferrari-Pilot ist in der WM-Wertung auf Platz acht abgerutscht, hat nun schon 45 Punkte Rückstand auf seinen Teamkollegen Fernando Alonso.

"Weil das kommende Rennen in Kanada stattfindet, bot es sich an, dass ich ein paar Tage daheim bei meiner Familie verbringe", sagt Massa, der aktuell in seiner Heimat Brasilien etwas Erholung sucht. "Die vergangenen Wochen waren mit drei Rennen im Mai sehr anstrengend, daher musste nun mal eine kleine Pause sein." Vor seinem Flug nach Brasilien nahm Massa gemeinsam mit unter anderem Alonso und Giancarlo Fisichella an einem Benefiz-Fußballturnier in Parma teil.

"Die drei Rennen im Mai liefen nicht gut für mich. Ich konnte keine Punkte einfahren. Die größte Enttäuschung war Monaco", blickt der 30-Jährige zurück. "Wie Fernandos Kampf um den Sieg gezeigt hat, waren wir mit einem guten Potenzial vor Ort. Ich hätte das Rennen bestimmt als Vierter beenden können. Leider gab es aber den Zwischenfall mit Hamilton, der mein Rennen beendete."

"Das war schade. Aber es macht keinen Sinn, sich jetzt weiter damit zu beschäftigen", sagt Massa, der sich nach dem Rennen lautstark über die Fahrweise von McLaren-Star Hamilton beschwert hatte. "Ich habe alles gesagt, was ich zu dem Zwischenfall sagen wollte. Jetzt verschwende ich keine Zeit mehr dafür, sondern blicke besser nach vorne."

"Für die Zuschauer - leider war ich in der zweiten Rennhälfte ebenfalls nur Betrachter - war das Rennen sehr aufregend. Leider wurde der Dreikampf an der Spitze durch den Abbruch vorzeitig beendet", so der Ferrari-Fahrer. "Die Regeln lassen in einem solchen Fall einen Reifenwechsel zu. Sebastian und Fernando hatten recht frische Reifen drauf, daher war die Spannung raus. In Monaco ist es auch mit DRS und KERS fast unmöglich, zu überholen."

"Das Wochenende wurde von schlimmen Unfällen überschattet, allen voran die Abflüge von Rosberg und Perez. Nico hatte Glück, weil er die Barriere an der ersten Schikane nach dem Tunnel verfehlte, aber Sergio schlug dort heftig an", sagt Massa, der Perez gute Besserung ausrichten ließ und hofft, dass der Sauber-Pilot in Kanada wieder starten kann.

"Monaco ist grundsätzlich immer mit Gefahr verbunden. Aber diese spezielle Stelle ist kritisch, wenn du dort das Auto aus der Kontrolle verlierst, oder etwas am Wagen bricht. Wir haben oft darüber gesprochen. Ich hoffe, man kann diese Stelle bald etwas entschärfen", meint der ehamlige Vize-Weltmeister. Zum kommenden Jahr sollen die Barrieren an eben jener Stelle etwas zurückversetzt werden.

"Einen positiven Aspekt gab es auch in Monaco: Unser Auto war auf jeden Fall konkurrenzfähiger als im Rennen zuvor", berichtet Massa. "Wir waren bis ganz zum Schluss im Kampf um die Spitze, auch wenn die Umstände es nur einem von uns Ferrari-Fahrern ermöglichten."

"Unser Speed war gut. Ich hoffe, das wird auch in Montreal und Valencia der Fall sein", sagt Massa. "Dort sollten wir wieder ein paar neue Teile am Auto haben. Gepaart mit weichen Reifen sollte uns das - zumindest von der Papierform - in die Karten spielen. Wir werden es sehen, wenn wir am Freitag in Montreal die ersten Runden drehen."

Fotoquelle: Ferrari

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