Sebastien Buemi an der Unglücksstelle von Perez und Rosberg

Formel 1 2011

— 02.06.2011

Buemi fordert mehr Sicherheit in Monaco

Sebastien Buemi hat konkrete Vorschläge, wie man die Unfallstelle von Perez und Rosberg sicherer machen kann und rechnet 2012 "hundertprozentig" mit Änderungen

Am Samstag jagte Nico Rosberg mit seinem Trainingscrash am Tunnelausgang allen einen Schrecken ein, im Qualifying hielt dann die Formel 1 den Atem an, als der Mexikaner Sergio Perez an der gleichen Stelle die Kontrolle über seinen Sauber-Boliden verlor, mit voller Wucht in die Begrenzung einschlug und auf Funksprüche nicht reagierte.

Vor allem Teamchef Peter Sauber fühlte sich an 1994 zurückerinnert - das Jahr, in dem sein damaliger Pilot Karl Wendlinger in die gleiche Mauer donnerte und wochenlang im Koma um sein Leben rang. Damals war die Stelle lediglich durch Wasserfässer abgesichert, die bei einem Aufprall kaum nachgeben, doch selbst mit der neuen TecPro-Begrenzung ist die Verletzungsgefahr an der schnellsten Stelle des winkeligen Stadtkurses keinesfalls gebannt.

Buemis Vorschlag

Dieser Meinung ist auch Sebastien Buemi. Der Toro-Rosso-Pilot fordert nun gegenüber 'The Flying Lap' Änderungen in der gefährlichen Passage. "Meiner Meinung nach sollte wir da etwas mit der Auslaufzone tun - vor allem an der Stelle, an der Sergio in die Mauer einschlug. Auch Nico hätte einen großen Crash gehabt, wäre er in diese Mauer gekracht."

Klar ist aber: Wenn eine Entschärfungen der Stelle kein Problem wäre, dann wäre dies längst passiert. An der Einschlagstelle befindet sich ein Bürgersteig, der zwei Straßen voneinander abgrenzt. Dazwischen wurden einige Bäume gepflanzt. Dadurch kann die Mauer nicht einfach entfernt werden. Doch Buemi hat eine Idee: "Vielleicht können sie die Mauer vom Bremspunkt bis zur Aufprallstelle verbinden. Dann gibt es zwar keine große Auslaufzone mehr, aber zumindest ist man nicht mehr mit dieser Mauer konfrontiert."

Monaco bei nächster Fahrerbesprechung Thema

Setzt man den Vorschlag des Toro-Rosso-Piloten um, würde sich vor allem der Aufprall-Winkel deutlich verändern, wodurch die Autos und Piloten nicht mehr einer so abrupten Verzögerung ausgesetzt wären. "Dort kommt man mit 150 km/h an und wenn man nur 20 Zentimeter zur Verzögerung hat, dann ist das immer ein großer Crash", argumentiert der Toro-Rosso-Pilot.

Buemi geht davon aus, dass die Unfallserie in Monaco dafür gesorgt hat, die Strecke für die kommenden Jahre noch sicherer zu machen. Bereits bei der Fahrerbesprechung mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting sollen dafür die notwendigen Schritte eingeleitet werden: "Charlie ist sehr offen, er tut was möglich ist, aber natürlich kann er auch nicht viel ändern. Beim nächsten Briefing in Montreal werden wir viel über Monaco sprechen und ich bin hundertprozentig sicher, dass es nächstes Jahr ein paar Änderungen geben wird."

Fotoquelle: xpb.cc

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