Dany Bahar ist enttäuscht über das Urteil vom vergangenen Freitag

Formel 1 2011

— 03.06.2011

Lotus-Gruppe hofft auf Klarstellung durch Berufung

Woran die Lotus-Gruppe ihre Berufung gegen das Urteil von vergangener Woche festmachen will und warum Dany Bahar Proton sehr dankbar ist

Im leidigen Namensstreit Lotus vs. Lotus, in dem sich nach der Urteilsverkündung am vergangenen Freitag beide Seiten als Sieger feierten, gibt es nach wie vor keine klare Regelung. Richter Peter Smith hat nämlich entschieden, dass sich das Team Lotus weiterhin Team Lotus nennen darf, während die Lotus-Gruppe die Rechte an der alleinstehenden Bezeichnung Lotus behält. Sprich: Vorerst wird sich nichts daran ändern, dass zwei Lotus-Renault-Teams in der Formel 1 am Start sind.

"Die Ähnlichkeit der Namen Lotus und Team Lotus wird nicht nur bei Formel-1-Fans und der breiten Öffentlichkeit für Verwirrung sorgen, sondern auch bei Formel-1-Kommentatoren, die das Wort Lotus für beide Teams verwenden, wie die Saison bisher schon gezeigt hat", ärgert sich Dany Bahar, Geschäftsführer der Lotus-Gruppe. Daher will er nun gegen das Urteil in Berufung gehen, "um diesen Punkt zum Vorteil aller Formel-1-Interessierten endgültig zu klären".

Ansatzpunkt der Berufung könnte jener Punkt des Urteils sein, dass die Lotus-Gruppe den Namen Lotus als alleinstehenden Begriff exklusiv verwenden darf. Tony Fernandes nennt seinen Rennstall zwar völlig korrekt Team Lotus, das aktuelle T128-Chassis heißt aber nur Lotus. Interessant daran: Für die meisten Medien ist der Chassis- und nicht der offizielle Teamname für die Bezeichnung ausschlaggebend (siehe zum Beispiel Renault statt Lotus-Renault).

Die Lotus-Gruppe dementiert indes Gerüchte, wonach Konzernmutter Proton vom Namensstreit nun genug haben könnte und deshalb die extrem hohen Subventionen für die Modernisierung des Unternehmens drastisch kürzen wird: "Wir haben ein unglaublich starkes Verhältnis zu Proton", betont Bahar. "Sie unterstützen uns hundertprozentig und das ist für eine Firma wie unsere ehrlich gesagt wirklich wichtig."

Ebenso wie das Motorsportprogramm, durch das die Lotus-Gruppe bekanntlich nicht nur in der Formel 1 vertreten ist. Bei den IndyCars ist man dieses Jahr erstmals mit drei Autos am Start, in der GP2-Serie unterstützt man das Lotus-ART-Team. Die Speerspitze ist und bleibt aber die Formel 1, in der man über kurz oder lang eine Mehrheit am derzeit von Genii geführten Renault-Team übernehmen möchte. Und: "Wir wollen gewinnen, nicht nur teilnehmen", stellt Bahar klar.

Aber: "Wir erwarten das nicht über Nacht", sagt er über das Motorsportprogramm. "Wir beginnen langsam und bauen unsere Präsenz so auf, dass es für das Geschäft Sinn macht. Beispiel IndyCar: Wir haben im Vorjahr mit einem Auto begonnen, jetzt haben wir schon drei und ab dem nächsten Jahr werden wir auch Motoren anbieten. Die Leute stellen die Kosten immer in Frage, aber glauben Sie mir, wenn wir es uns nicht leisten könnten, würden wir es nicht machen."

Fotoquelle: Lotus

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