Sebastian Vettel musste in der DRS-Zone mehrmals alle Register ziehen

Formel 1 2011

— 14.06.2011

Vettel: "Das Überholen war in Kanada zu einfach"

Was Sebastian Vettel an den DRS-Zonen in Kanada kritisiert und wieso das System an seiner Niederlage gegen Button eine Mitschuld trägt

Dass Sebastian Vettel kein großer DRS-Fan ist, liegt auf der Hand. Der Red-Bull-Pilot startet meistens von der Pole-Position ins Rennen und je leichter es ist, einen Rivalen durch den verstellbaren Heckflügel zu überholen, desto ungünstiger ist die Lage für den WM-Leader. Dennoch offenbarte sich beim Grand Prix von Kanada, dass es für Piloten beinahe unmöglich war, unter Druck eines Verfolgers die Position zu verteidigen - so groß war der Geschwindigkeitsüberschuss durch den flacher gestellten Flügel.

"Am Ende muss man vorsichtig sein, wie groß man die Zone macht", übt Vettel gegenüber 'ESPN F1' Kritik. "Natürlich kann es so passieren, dass das Überholen zu einfach wird, wie in Kanada. Wenn man direkt hinter einem anderen liegt und den Flügel öffnet, dann hat der andere Kerl keine Chance, sich zu verteidigen, was sicher nicht die Idee war."

War DRS an Vettel-Niederlage mitschuld?

Dennoch hat Vettel Verständnis dafür, dass DRS nicht immer den gewünschten Effekt erzielt: "Es ist ein neues System und wir spielen damit herum. Noch ist es früh in der Saison und jeder lernt, wie man damit umgeht."

Der 23-Jährige sah sich in Montreal in der Endphase gezwungen, bis zur Haarnadel jeweils eine entsprechende Lücke auf den späteren Sieger Jenson Button herauszufahren, um dem McLaren-Piloten nicht in den zwei DRS-Zonen zum Opfer zu fallen. "Bei diesen Bedingungen musste ich natürlich besonders hart pushen und ich versuchte alles, um bis zur Gegengerade eine Lücke zu behalten. Wäre Jenson in der DRS-Zone nahe dran gewesen, dann wäre es zu einfach gewesen, zu überholen, und er wäre problemlos an mir vorbeigezogen."

Überholen auch in Valencia zu einfach?

Durch diesen Druck musste Vettel in der letzten Runde volles Risiko gehen, wodurch er schließlich zu spät bremste und auf dem feuchten Asphalt neben der Ideallinie ausrutschte - ein Fehler, der ihn den Sieg kostete. Auch beim kommenden Rennen muss sich Vettel mit einer zweiten DRS-Zone herumschlagen.

Doch noch ist nicht gesagt, dass das Überholen in Valencia so einfach ist wie in Montreal, denn der Hafenkurs gilt im Gegensatz zum Circuit Gilles Villeneuve gemeinhin als überholfeindliche Strecke. "Die Streckenführung in Valencia ist anders und es wird aus einigen Gründen schwieriger sein, zu überholen", weiß der Red-Bull-Pilot. "Ich habe aber die Karte noch nicht gesehen und ich weiß daher noch nicht, wo sie die Zonen eingezeichnet haben."

Fotoquelle: xpb.cc

Weitere Formel 1 Themen

News

Rosberg-Rücktritt & Co.: Der Freitag in der Chronologie

News

Formel-1-Titel, die nicht verteidigt wurden

News

Formel-1-Live-Ticker: Droht Hamilton eine Suspendierung?

News

Wonneproppen bis Weltmeister: Nico Rosberg

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.