Das Ferrari-Logo sieht ein bisschen wie eine Marlboro-Zigarettenschachtel aus

Formel 1 2011

— 15.06.2011

Ferrari: 330 Millionen Euro gesichert

Philip Morris lässt sich die Partnerschaft mit dem Ferrari-Team, die weit über ein konventionelles Sponsoring hinausgeht, eine Menge Geld kosten

Die gestern bekannt gegebene Vertragsverlängerung zwischen dem Ferrari-Team und dem Tabakkonzern Philip Morris (Marlboro) bis Ende 2015 ist insgesamt 480 Millionen US-Dollar oder umgerechnet mehr als 330 Millionen Euro wert. Das berichtet zumindest das Sportbusiness-Fachmagazin 'SportsPro'.

Das bisherige Abkommen zwischen den beiden Parteien wäre noch bis Ende 2012 gelaufen, effektiv handelt es sich also um eine dreijährige Verlängerung für den Zeitraum zwischen 2013 und 2015. Unter Berufung auf "gut positionierte Quellen" berichtet 'SportsPro' außerdem, dass Philip Morris pro Jahr 160 Millionen Dollar an Ferrari überweisen muss. Das sei in etwa gleich viel wie bisher.

Die Partnerschaft ist damit nach wie vor die wertvollste der Formel 1, obwohl Tabakwerbung längst verboten ist. Aber erstens nutzt Philip Morris subtile Varianten wie Einflussnahme auf das Erscheinungsbild des Ferrari-Logos sowie Branding von Merchandising-Artikeln, um Nutzen aus dem Sponsoring zu ziehen, und zweitens erwirbt man für die 480 Millionen Dollar auch einen Teil der kommerziellen Rechte am traditionsreichen Rennstall.

So heißt es, dass Philip Morris nach wie vor Werbeflächen auf dem Auto besitzt, diese aber wegen des Tabakwerbeverbots nicht selbst nutzen kann. Also steht es dem Unternehmen frei, diese Werbeflächen an Drittfirmen weiterzuverkaufen. Theoretisch könnte Philip Morris auf diese Weise sogar Geld verdienen, wenn es gelingt, Interessenten zu finden, die in Summe noch mehr zahlen als 160 Millionen Dollar pro Saison.

Die Zigarettenmarke Marlboro ist seit 1972 in der Formel 1 präsent. Bis 1996 machte sie die McLaren-Boliden zu fahrenden Zigarettenschachteln, ehe sie ab 1997 exklusiver Hauptsponsor von Ferrari wurde. Die Partnerschaft zwischen Marlboro und Ferrari ist so eng, dass Ferrari von 1996 auf 1997 vom traditionell dunklen Ferrari-Rot abwich, um das stärker orangefarben angehauchte Rot von Marlboro annehmen zu können.

Fotoquelle: xpb.cc

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