Die Statistik spricht ganz klar für die Klasse von Red-Bull-Pilot Vettel

Formel 1 2011

— 17.06.2011

Wie gut ist Vettel?

Was die Kritiker Sebastian Vettel anlasten und wieso fünf Runden die grenzenlose Dominanz des Red-Bull-Piloten in der bisherigen Saison verhinderten

Immer wieder wird an Sebastian Vettels weltmeisterlichem Image gekratzt. Kein Wunder, schließlich versucht die Konkurrenz mit allen Mitteln, den Seriensieger der Saison 2011 aus dem Konzept zu bringen, ihn unter Druck zu setzen. Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali hatte kürzlich behauptet, dass der Heppenheimer vor allem wegen seines Autos so gut sei, zu Zeiten der Ferrari-Dominanz wurde aber immer der Fahrer Michael Schumacher zuerst genannt.

Auch Flavio Briatore, der als Manager ein Naheverhältnis zu Mark Webber und Fernando Alonso besitzt, nützte jede Gelegenheit, um Vettels Ruf anzutasten. Lewis Hamilton und Alonso wären besser als der amtierende Weltmeister, meint der Italiener, sein australischer Teamkollege würde hingegen unter einem schlechteren Auto leiden - Zitat: "Nur die Farbe ist an beiden Autos gleich."

Ortet Webber Vettels Schwäche?

Durch seinen Aufstieg im Red-Bull-Nachwuchsprogramm wird Vettel zudem angelastet, er hätte sich nicht alleine durchbeißen müssen, sondern wurde von Juniorteamchef Helmut Marko bis heute protegiert. In die gleiche Kerbe schlägt Teamkollege Webber, der andeutet, dass Vettel nur in seiner gewohnten Umgebung mit den gewohnten Abläufen funktioniert. Gegenüber 'Autosport' antwortet er auf die Frage, welche Schwäche er beim 23-Jährigen ausmacht, mit: "Wir er mit unerwarteten Planänderungen während eines Grand Prix umgeht."

Der Fehler von Montreal, als ihn Jenson Button in der Schlussphase überraschend und plötzlich unter Druck setzte, unterstützt Webbers Theorie. Andererseits gab es diese Saison zahlreiche Situationen, in denen der Deutsche enormem Druck standhielt.

Auch wenn Vettel derzeit im besten Auto sitzt, liest sich seine bisherige Formel-1-Statistik äußerst beeindruckend. Es ist bekannt, dass Vettel nicht nur der jüngste Weltmeister der Geschichte ist, sondern auch der jüngste Punktesammler, Pole-Setter, Grand-Prix-Sieger, Rennleader sowie der jüngste Pilot, der je einen Podestplatz errungen hatte.

Vettels beeindruckende Bilanz

Die Kollegen von 'Autosport' haben aber auch ermittelt, dass der Red-Bull-Fahrer der einzige Pilot ist, der seit dem Start der vergangenen Saison in jedem Qualifying das Top-10-Finale erreicht hat. Mit seinen 21 Starts vom besten Startplatz ist Vettel in der ewigen Pole-Position-Bestenliste bereits Zehnter. Doch auch seine Rennbilanz beweist seine Klasse: In jeder der letzten vier Saisons gewann er Rennen - damit triumphierte er in jeder vollen Formel-1-Saison seiner Karriere.

Hätten die Rennen in China und in Kanada vier beziehungsweise eine Runde früher geendet, dann hätte Vettel in den ersten sieben Rennen alle möglichen Punkte geholt. Seine Podestserie, die seit dem Grand Prix von Brasilien im Vorjahr läuft, wurde hingegen noch nicht unterbrochen - er stand damit in den vergangenen neun Rennen jedes Mal auf dem Podest.

Fotoquelle: xpb.cc

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