In Silverstone wird weiter entwickelt um den Standort noch interessanter zu machen

Formel 1 2011

— 20.06.2011

Silverstone: Steigende Gebühren und Ticketpreise

Bis zum Jahr 2020 erhöht sich die Gebühr für den Britischen Grand Prix auf 20 Millionen Pfund, was sich deutlich auf die Ticketpreise auswirken wird

Die Rennstrecke von Silverstone in Northamptonshire muss, neuen Forschungen nach, für die Austragung des britischen Grand Prix' beinahe 20 Millionen Pfund (22,6 Millionen Euro) pro Jahr am Ende des Jahrzehnts zahlen. Das stellte sich heraus, nachdem bekannt wurde, dass die BBC in Anbetracht der Kosten für die Formel-1-Rechte die Übertragungen fallen lassen könnte.

Die 20 Millionen, die 2020 von Silverstone verlangt werden, liegen 64 Prozent über der Gebühr für das Rennen in diesem Jahr, welches am 10. Juli stattfindet. Es wird damit sehr schwer für die Betreiber von Silverstone, den "British Racing Drivers Club" (BRDC), die Veranstaltung noch profitabel zu gestalten.

Vertrag in letzter Minute

2009 hatte Silverstone in letzter Minute einen 17-Jahresvertrag mit Bernie Ecclestone unterzeichnet, um den Britischen Grand Prix vor dem Ende zu schützen, nachdem Donington das Geld ausging und damit kein Vertrag zustande kam.

In dem Vertrag heißt es, dass Silverstone einverstanden ist, 11,6 Millionen Pfund (13,2 Millionen Euro) zu zahlen. Das ist die höchste Gebühr, die Silverstone je für eine Austragung bezahlt hat. Das Schlüsselzugeständnis ist, dass die Gebühr pro Jahr nur um fünf statt der bei anderen Strecken üblichen zehn Prozent steigt.

Letztes Jahr hatte Silverstone beim Rennen etwa 115.000 Besucher und eine rekordverdächtige Teilnahme von 105.000 Zuschauern im Qualifiying. Unter Strich waren das die höchsten Besucherzahlen der Formel 1 im Jahr 2010. Trotzdem verzeichnete der BRDC einen Verlust von 1,9 Millionen Pfund (2,15 Millionen Euro) nach einem vorsteuerlichen Gewinn von 1,3 Millionen Pfund (1,47 Millionen Euro). Der Verlust kommt von den Formel-1-Gebühren, die weiterhin steigen.

Ticketpreise steigen

Laut den Vorhersagen der jüngsten Ausgabe des Formel-1-Branchenführers "Formula Money", welche letzten Monat veröffentlicht wurde, beträgt die Gebühr dieses Jahr 12,2 Millionen Pfund (13,9 Millionen) und wird 2020 18,9 Millionen Pfund (21,4 Millionen Euro) und 2020 auf 19,9 Millionen Pfund (22,5 Millionen Euro) steigen.

Silverstone muss die Kosten allein durch die Ticketverkäufe decken, weil Rechtehalter Delta Topco, der größtenteils zur privaten Kapitalfirma CVC gehört, alle Einnahmen, die durch die Ausstrahlung, die Bandenwerbung und die Gastronomie anfallen, selbst behält. Vorhersagen von "Formula Money" nach wird das günstigste Ticket für den Britischen Grand Prix 2020 195 Pfund (220 Euro) kosten, was 31 Prozent über dem von diesem Jahr liegt. Das teuerste Ticket wird bei 475 Pfund (537 Euro) liegen.

Silverstone ist eine von nur zwei Formel-1-Strecken, die keine Unterstützung von der Regierung erhält. In den letzten vier Jahren war ein Gewinn genauso oft der Fall wie ein Verlust. Jedes Defizit wird vom BRDC getragen, der einer GmbH gleichkommt. Die 850 Mitglieder beinhalten auch die Starpiloten Jenson Button und Nigel Mansell.

Ständige Weiterentwicklung

Im April 2010 hat sich Silverstone bei der Lloyds Bank ein Darlehen von 26 Millionen Pfund (29,4 Millionen Euro) genommen um die Entwicklung anzutreiben. Letzten Monat wurde ein neuer Boxen- und Fahrerlagerkomplex eröffnet. Der BRDC hat mit der PrincewaterhouseCoopers eine Wirtschaftsprüfgesellschaft engagiert, die neue Investoren für zukünftige Entwicklungen der Strecke sicherstellt. Darunter sollen auch ein dazugehöriges Hotel, eine neue Fahrsicherheitseinrichtung und eine Besucherattraktion sein.

Das folgt der Nachricht, dass die 'BBC' den bestehenden Formel-1-Vertrag mit dem Auslaufen im November 2013 nicht erneuern lassen will. Die Kosten dafür liegen bei 60 Millionen Pfund (68 Millionen Euro) pro Jahr. Das liegt über dem kompletten Budget vom Digitalsender 'BBC4'. Von 2014 an will die BBC 20 Prozent ihres Budgets kürzen.

Fotoquelle: xpb.cc

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