Genießt Mark Webber seine Zeit als Teamkollege von Sebastian Vettel?

Formel 1 2011

— 21.06.2011

Webbers Traum-Teamkollege? "Fangio, dann Sebastian"

Mark Webber erklärt, welchen Weltmeister er gerne als Teamkollegen hätte, wie sein Lieblingskurs aussehen würde und spricht über Groupies und Clowns

Der Grand Prix von Europa in Valencia bedeutet für Mark Webber die Rückkehr zu dem Kurs, auf dem er im Vorjahr seinen furchterregenden Überschlag überlebte. Dabei hat der "Aussie" auch viele gute Erinnerungen an Spanien, schließlich gilt er als Barcelona-Spezialist und holte dort in den vergangenen zwei Jahren die Pole-Position, 2010 auch den Sieg.

Wenn er sich aber für eine einzige Rennstrecke entscheiden müsste, auf der er für den Rest seines Lebens fahren darf, dann würde er nicht den Circuit de Catalunya wählen, stellt der 34-Jährige klar. Doch um welchen Kurs würde es sich handeln? "Sepang", sprudelt es aus dem Routinier gegenüber 'F1.com' heraus. "Das ist eine großartige Strecke. Es handelt sich durch die dort vorherrschenden Bedingungen um ein hartes Rennen, aber ich liebe die Strecke."

Hätte Webber die Gelegenheit, selbst unter die Rennstrecken-Architekten zu gehen, würde er aber überraschenderweise kein Abbild des Kurses in Malaysia zeichnen. Die Kurven, die ihn inspirieren, stammen von Rennstrecken in Europa: "Eau Rouge aus Spa, Copse aus Silverstone, die alte erste Kurve. Und die erste Schikane in Magny Cours - die nach der Haarnadel." Eine unkonventionelle Antwort, schließlich gibt es wenige Formel-1-Piloten, die der Rennstrecke Nahe Nevers in Frankreich nachtrauern.

Webber wünscht sich Imola- und Magny-Cours-Comeback

Doch Webber zählt zu den heimlichen Fans. Wenn es nach ihm ginge, würde er sogar überlegen, das Rennen in Magny Cours in den Kalender zurückzubringen. "Ich fuhr immer gerne nach Magny Cours", stellt er klar. "Auch wenn viele sich ständig beschwerten, dass sich die Strecke mitten im Nirgendwo befindet, gefiel mir die Strecken-Oberfläche. Und ich mochte es dort, denn es gab weder Groupies, noch Clowns, die in ihren Anzügen herumspatzierten - es ging nur um den Rennsport", lacht der Australier.

An erste Stelle würde für ihn aber eine Rückkehr nach Imola stehen. "Ich fuhr immer gerne nach Imola", bestätigt Webber. "Natürlich habe viele Leute in der Formel 1 wahrscheinlich nicht so gute Erinnerungen, wenn sie an eine Rückkehr denken. Auf eine gewisse Weise handelt sich um eine dunkle Strecke, nach dem, was dort passiert ist", spielt er auf die tödlichen Unfälle 1994 an.

Formel 1 in San Francisco?

Für Webber steht aber die außergewöhnliche Stimmung in der italienischen Stadt nahe Bologna im Vordergrund, schließlich zog das Rennen Jahr für Jahr zahlreiche Ferrari-Fans an, deren Leidenschaft überall spürbar war. "Viele Fahrer würden dort wegen der Atmosphäre gerne wieder fahren", weiß der Red-Bull-Pilot.

Eine Rückkehr nach Imola ist allerdings unwahrscheinlich, schließlich gibt es mit Monza bereits einen Grand Prix in Italien, zudem bevorzugt Bernie Ecclestone derzeit Austragungsorte außerhalb Europas. Doch auch für ein Stadtrennen hätte Webber einen interessanten Vorschlag: "Downtown San Francicsco - all diese Hügel und Sprünge wären sehr gut. Und für die Fans wäre es großartig, das anzusehen."

Für Aufregung sorgte vergangenes Jahr auch das Red-Bull-Stallduell zwischen Webber und seinem jungen Teamkollegen Sebastian Vettel. Der 23-Jährige ist nun Weltmeister - könnte sich der Routinier einen Champion vergangener Tage als Teamkollege aussuchen, würde er "Juan Manuel Fangio", wählen. Wirklich überraschend ist aber seine zweite Wahl: "Das wäre Sebastian." Die beiden gelten nicht gerade als Freunde und gerieten im Vorjahr mehrmals aneinander. Wäre Webber Teamchef, würde er sich nicht für Vettel entscheiden. Seine erste Wahl wäre "Fernando." Die Gründe: "Er ist unglaublich komplett. Er ist erfahren und schnell."

Fotoquelle: xpb.cc

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