Michael Schumacher reagiert gelassen auf die Kritik von Eddie Irvine

Formel 1 2011

— 23.06.2011

Schumacher kontert auf Irvine-Stichelei

Eddie Irvine glaubt, dass Michael Schumacher seit 1996 immer langsamer geworden ist, doch der Deutsche misst dem keine große Bedeutung bei

Mit seiner phasenweise starken Vorstellung im Regen von Montreal hat Michael Schumacher ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben, doch das ändert nichts an der Meinung seiner ewigen Kritiker, die finden, dass der siebenfache Weltmeister mit 42 Jahren nur noch ein Schatten seiner früheren Leistungsfähigkeit ist.

"Es muss unglaublich frustrierend sein", wird Eddie Irvine, zwischen 1996 und 1999 Teamkollege von Schumacher bei Ferrari, von 'Autosport' zitiert. "Der Junge hat einfach sein Talent verloren. Es ist schon witzig: Man sieht Michael auf der Strecke gewisse Dinge anstellen, aber die sehen nicht clever aus, weil er so langsam ist. Michael hat schon immer Fehler gemacht, war aber früher so superschnell, dass er sie rasch wieder wettgemacht hatte."

Talent über die Jahre verloren gegangen?

Zu Beginn der Ferrari-Ära sei Schumacher nicht nur um 15 Jahre jünger, sondern auch schneller als heute gewesen: "Sein bestes Jahr war 1996", erinnert sich Irvine. "Es war unglaublich, ihm dabei zuzusehen, wie er mit dieser Mistkarre umgehen konnte. Ich kam ihm aber immer näher, dann Rubens noch näher und dann hat ihn Felipe, von dem ich nicht viel halte, sogar geschlagen. Michaels Talent nahm also immer weiter ab und er verlor seine Fähigkeiten."

Frage an Schumacher: Frustriert dich das Comeback wirklich so, wie Irvine vermutet: "Nein, tut es nicht", entgegnet der Mercedes-Pilot und misst den Aussagen seines früheren Teamkollegen keine große Bedeutung bei: "Wir kennen Eddie. Er ist immer gut für eine Schlagzeile. Das ist okay." Die beiden hatten schon zu gemeinsamen Ferrari-Zeiten kein gutes Verhältnis. In späteren Jahren fiel Irvine oft durch scharfe Kritik an Schumacher auf.

Dass Schumacher in Montreal beinahe auf das Podium gefahren wäre, "hatte definitiv mit den Wetterbedingungen zu tun", gibt der Routinier selbst zu. "Wir waren auf normalen Regenreifen ähnlich konkurrenzfähig wie im Trockenen, aber auf Intermediates, besonders wenn die Bedingungen unvorhersehbar waren, konnten wir einen Unterschied machen. Ich wünschte, diese Positionen wären schon unser normaler Standard, aber das ist leider nicht der Fall."

Schumacher vertraut auf Brawn

Seine Hoffnungen, das Ruder doch noch herumzureißen, ruhen auf den Schultern von Teamchef Ross Brawn: "Ich hatte das Glück, auf Ross zu treffen und mit ihm fast während meiner ganzen Karriere zusammenzuarbeiten. Das Entscheidende ist Stabilität - ein gutes Team zusammenzustellen, für Stabilität zu sorgen und dann mit Evolution statt Revolution zum Ziel zu kommen. Revolutionen können manchmal schwierig sein. Genau das bauen wir hier wieder auf."

Für das bevorstehende Rennwochenende in Valencia schraubt Schumacher die Erwartungen aber herunter: "Im Trockenen müssen wir uns auf Probleme gefasst machen. Es wird ein schwieriges Wochenende", weiß er. "Aber: Was in Kanada passiert ist, habe ich genossen. Wenn du vorne kämpfen kannst, auf einmal Zweiter bist und eine Attacke gegen Sebastian reiten kannst, dann sind das genau die Momente, für die ich zurückgekehrt bin."

Fotoquelle: xpb.cc

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