Nur keine Panik: Sebastian Vettel ist nach dem Freitag gelassen wie immer

Formel 1 2011

— 24.06.2011

Vettel: Wir haben noch etwas in petto

Sebastian Vettel interessieren die Positionen am Freitag wenig und für den Rest des Wochenendes rechnet er mit einer deutlichen Steigerung

Betrachtet man ausschließlich die Positionen, dann verlief der Freitag für Sebastian Vettel recht durchwachsen. Dennoch gibt sich der Red-Bull-Pilot gelassen und kündigt für den Rest des Wochenendes eine Steigerung an.

Frage: "Du warst bei deiner ersten Trainingseinheit heute weit zurück. Daraus kann man schließen, dass es eine intensive Testfahrt war. Welche Eindrücke hast du gewonnen?"
Sebastian Vettel: "Wir waren vielleicht nicht ganz so leicht unterwegs, wie die anderen. Beim Training probiert man verschiedene Sachen aus. Auf die Position darf man beim Freitag ohnehin nicht allzu sehr schauen."

"Wenn nicht an der Spitze oder unter den ersten fünf oder zehn ist, dann fährt man höchstwahrscheinlich ein anderes Programm als der Rest. Ich denke, das war heute Morgen der Fall. Am Nachmittag hatten wir ein ähnliches Tempo wie die Konkurrenz. Ich hatte ein deutlich besseres Gefühl als am Morgen."

Wer liegt vorne?

Frage: "Ferrari, McLaren und Red Bull sind eng beieinander?"
Vettel: "Ich glaube, es wird eng. Wenn man sich die Zeiten von letztem Jahr anschaut, dann sieht man, dass es wieder ähnlich ist. Der Rennverlauf war vielleicht ein bisschen anders, aber da hatten wir die Nase vorn, auch wenn es sehr eng war. Wer im Moment am stärksten ist, kann man schwierig sagen. Ich glaube, wenn man auf Rot, Silber (McLaren; Anm. d. Red.) und Blau setzt, liegt man nicht falsch."

"Man hat es schon zu Saisonbeginn gesehen. Wir waren in Australien dominant und zwei Wochen später in Malaysia mussten wir sehr hart kämpfen, um die Pole-Position zu erringen. Da hat sich nichts am Auto geändert. Es ist von Strecke zu Strecke unterschiedlich."

Frage: "Bist du trotz des Rückstands entspannt?"
Vettel: "Heute geht es nicht um die Wurst, da kann man entspannt sein. Für morgen besteht wieder das Ziel, ganz vorne zu stehen. Wie angesprochen, ist es wieder sehr eng und es wird nicht einfach, aber wir haben sicher noch etwas in petto und können uns noch verbessern. Aber trotzdem muss man die Runde dann erst einmal fahren. Es ist eine lange Strecke mit 25 Kurven. Man kann auch Fehler machen."

Gastgeschenk für Alonso

Frage: "War die Bestzeit für Fernando Alonso eine Art Gastgeschenk?"
Vettel: "Würde ich jetzt so nicht sagen. Im Idealfall steht man auch Freitag vorne, aber man darf es nicht so eng sehen. Wenn es die Spanier freut, dann ist das aber schön."

Frage: "Ihr dürft dieses Jahr das Motor-Mapping nicht mehr wechseln. Hat das heute schon eine Rolle gespielt?"
Vettel: "Nicht wirklich, ich glaube dieses Mapping-Thema wird mehr aufgescheucht als notwendig. Wir wissen, was wir zu tun haben. In Zukunft, wenn sich die Regeln ändern, wird es alle treffen. Ich glaube aber nicht, dass wir da schlechter dastehen als die anderen."

Frage: "In den schnellen Streckenteilen verliert ihr offensichtlich Zeit. Beunruhigt dich das?
Vettel: "Es beunruhigt mich nicht. Wenn man in einem Sektor etwas verliert und in einem anderen gutmacht, versucht man, das zu verstehen. Besonders der mittlere Sektor ist mit 45 Sekunden sehr lang. Es hängt auch immer vom Setup ab, ob man eher in den Kurven oder auf der Geraden schnell ist."

Großer Unterschied bei den Reifen

Frage: "Welchen Eindruck hast du vom neuen mittleren Pirelli-Reifen?"
Vettel: "Man hat gesehen, dass der Unterschied zwischen den Mischungen groß war. Der weiche Reifen hat deutlich besser funktioniert. Manchmal liegen die Reifen näher zusammen, manchmal nicht. Das wird sicher Einfluss auf die Strategie am Sonntag haben."

Frage: "Nach Montreal warst du viel unterwegs."
Vettel:"Ich war am Ballermann und habe mich ein bisschen erholt (lacht; Anm. d. Red.). Nein, ehrlich gesagt war ich ein bisschen erkältet, aber jetzt ist wieder alles gut. Mal ist man mehr unterwegs, mal weniger. Aber ich glaube, die Sachen, die wir gemacht haben, haben auch Spaß gemacht. Jetzt sind wir wieder hier und ich freue mich, im Auto zu sitzen."

Frage: "Auf dem Plakat zur Formel-1-Party mit David Guetta sieht man dich, wie du den Finger zeigst. Beeindruckt dich das?"
Vettel: "Ich glaube, das mit dem Finger hat eine größere Welle losgetreten, als wir geahnt haben. Wir sind jetzt zweieinhalb Jahre vorne mit dabei. Natürlich können wir uns nicht mit Teams wie McLaren oder Ferrari vergleichen, die eine große Fangemeinde haben, aber wir haben in letzter Zeit stark aufgeholt und müssen so weiter machen, dass dieser Trend anhält."

Fotoquelle: xpb.cc

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