Fernando Alonso weiß, dass ein guter Startplatz entscheidend sein könnte

Formel 1 2011

— 24.06.2011

Alonso: "Rechne nicht mit einem Wunder"

Trotz seiner erneuten Freitagsbestzeit bleibt Fernando Alonso vor seinem Heimrennen auf dem Boden: "Red Bull ist meistens dominant"

Genau wie im vergangenen Jahr sicherte sich Fernando Alonso auch heute die Freitagsbestzeit bei seinem Heimrennen in Valencia. Der Ferrari-Pilot glaubt aber nicht an ein Wunder, schlielich wurde an seinen 150 Italia seit Montreal kein einziges neues Teil montiert. Zumindest sei der Start ins Wochenende des Europa-Grand-Prix aber reibungslos und damit nach Plan verlaufen.

Frage: "Fernando, du hattest keine nennenswerten Verbremser und der Speed scheint auch da zu sein. Wie bewertest du diesen Tag?"
Fernando Alonso: "Es war okay, ein normaler Freitag fr uns. Auf dem Programm standen die Reifen, vor allem wegen der Premiere der Medium-Reifen an einem Rennwochenende. Wir haben versucht, diesen Reifen verstehen zu lernen - zum Beispiel, ob der Wechsel von Medium auf Soft sich irgendwie auf das Setup auswirkt."

Fr das Qualifying eher zurckhaltend

"Den Soft kennen wir ja aus den ersten Rennen sehr gut. Es scheint alles okay zu sein, genau nach unseren Informationen. Wir haben versucht, uns auf das Rennen vorzubereiten, auf das Qualifying, ein Setup zu erarbeiten. Dabei haben wir viele Runden absolviert, mit beiden Autos. Es war ein reibungsloser Freitag, aber wir knnen noch nicht abschtzen, wie konkurrenzfhig wir sind. Am Freitag waren wir schon ein paar Mal Erster, aber am Samstag dann nur noch Vierter oder Fnfter."

"Red Bull ist da meistens dominant und McLaren im Durchschnitt auch besser als wir. Ich rechne fr morgen nicht mit einem Wunder und glaube, dass es sehr hart fr uns wird, wenn wir vorne landen wollen. Natrlich sind wir optimistisch, dass wir ein gutes Qualifying schaffen knnen. Wir werden 100 Prozent geben."

Frage: "Beruht dein Optimismus mehr auf den nderungen, die das Team entwickelt hat, oder auf den Regelnderungen? Stichwort Zwischengas-Motorenmappings."
Alonso: "Die Regelnderung bedeutet gar nichts. Wir haben genau das gleiche Auto wie in Kanada - und alle anderen auch, denke ich. In Silverstone kann sich da mehr tun, aber hier ist alles unverndert. Sollten wir hier konkurrenzfhig sein, dann wegen der Streckencharakteristik. Das Auto ist mehr oder weniger identisch wie in Kanada, also kann es nur daran liegen, dass diese Strecke oder die Reifen fr uns funktionieren. Wir werden morgen sehen."

Frage: "Bei Renault war deine Rolle auch auerhalb des Autos entscheidend, was zum Beispiel die Besetzung von Schlsselrollen im Team anging. Wie luft das bei Ferrari?"
Alonso: "Im Moment gar nicht. Ferrari hat genug Erfahrung, um Weltmeisterschaften zu gewinnen. Wir haben die besten Techniker der Welt, die besten Ingenieure. Wir mssen nur in die richtige Richtung arbeiten."

Weiterhin volles Vertrauen in Ferrari

"Es ist kein Geheimnis, dass wir am Saisonbeginn Probleme mit unserem Windkanal hatten, daher hinken wir einige Wochen oder Monate hinterher. Das ist aber kein Problem fr uns. Klar ist es ein bisschen frustrierend, diesen Rckstand jetzt aufholen zu mssen, aber Ferrari war in den letzten zehn Jahren das beste Team."

"Sogar im Vorjahr, als wir einige Schwierigkeiten hatten, kamen wir als WM-Fhrende zum letzten Rennen in Abu Dhabi. Das ist eben Ferrari. Dieses Jahr haben wir am Saisonbeginn wieder Probleme, aber was die Rolle auerhalb des Cockpits angeht, kannst du dich hier als Fahrer sehr zurckhalten und sicher fhlen. Wir vertrauen dem Team und seinen Entscheidungen."

Frage: "berholen war hier in den vergangenen Jahren schwierig. Wird es mit DRS, KERS und den Pirelli-Reifen einfacher und wenn ja, wo werden die berholpassagen sein?"
Alonso: "Ich glaube, es wird schwierig. Ich fuhr im letzten Run ein paar Runden hinter einem Sauber. Da ist mir aufgefallen, dass das berholen schwierig werden knnte, selbst mit DRS und so weiter."

"Es ist hier nicht so extrem wie in Monaco, wo man gar nicht berholen kann, aber es bleibt in Valencia sehr schwierig. Ein guter Startplatz ist morgen wichtig. Daher brauchen wir ein gutes Setup fr das Rennen, aber wir drfen das Qualifying nicht vergessen, denn im Rennen wird es schwierig, so viel zu berholen wie auf anderen Strecken."

Fotoquelle: xpb.cc

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