"Do a Montreal": Jenson Button gibt auch in Valencia noch nicht auf

Formel 1 2011

— 25.06.2011

McLaren: Qualifying als Schlüssel zur WM?

Jenson Button weiß, wie schwierig es wird, Sebastian Vettel noch abzufangen, aber bei McLaren sucht man das Heil in besseren Qualifyings

Jenson Button hat vor dem achten Saisonrennen morgen in Valencia 60, Lewis Hamilton sogar schon 76 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Sebastian Vettel, doch McLaren gibt sich im WM-Kampf noch lange nicht geschlagen. Dabei könnte es beim Grand Prix von Europa einen weiteren Rückschlag setzen, denn während Vettel auf Pole-Position steht, wird Hamilton als Dritter und Button nur als Sechster ins Rennen starten.

Aber: "Ich will nicht ins Ziel kommen, wo ich losfahre. Also muss ich ein bisschen aggressiv sein, um mich nach vorne zu kämpfen", kündigt Button mit dem Selbstvertrauen des vielleicht besten Sieges seiner Karriere vor zwei Wochen in Montreal an. Dass ihn wie zuletzt der Wettergott unterstützen wird, glaubt er nicht, aber der Weltmeister von 2009 vertraut auch so auf seine Qualitäten als Racer: "Muss ich es diesmal halt im Trockenen machen!"

Hoffen auf die DRS-Zonen

Red Bull sicherte sich heute die erste Startreihe, was gerade auf einer schwierigen Überholstrecke wie Valencia ein großer Vorteil sein könnte. Andererseits sollten gleich zwei DRS-Zonen die für gewöhnlich starke Rennpace des McLaren MP4-26 unterstützen. Button steckt den Kopf daher nicht in den Sand: "Ich glaube nicht, dass sie uns davonfahren werden, sondern ich denke, dass wir sie herausfordern können."

"Valencia ist eine Strecke, mit den hohen Temperaturen, wo ein gutes Rennauto einen enormen Unterschied machen kann. Die DRS-Zonen sind gute Überholmöglichkeiten und dann gibt es noch die Strategie", analysiert er. "Bei diesen Temperaturen ist es sehr schwierig, eine Strategie festzulegen, was ich für eine gute Sache halte, weil wir in diesen Entscheidungen normalerweise sehr gut sind. Daher habe ich keine Angst davor, dass sie morgen davonfahren könnten."

Die schwierige Ausgangslage ist dem Briten aber voll bewusst: "Wenn jemand 60 Punkte Vorsprung und das schnellste Auto hat und keine Fehler macht, ist es extrem schwierig", gesteht Button. "Wir geben aber nicht auf. Ich glaube, wir sind das einzige Team, das es mit ihnen aufnehmen kann. Ferrari eher nicht." Zumal auch Mark Webber langsam zur gewohnten Form zu finden scheint, was McLaren ganz gelegen kommt.

"Schön, dass auch Mark konkurrenzfähig ist - hoffentlich nimmt er seinem Teamkollegen ein paar Punkte weg", wünscht sich Button. "Aber wir müssen vor Sebastian ins Ziel kommen, ziemlich bei jedem Rennen. Wenn du vorne liegst, kannst du dich absetzen und die Strategie auswählen, wirst nicht in Zwischenfälle verwickelt. Seine Konstanz war bisher unglaublich - und die wird so weitergehen, solange wir nicht mit ihnen kämpfen."

Qualifying: Halbe Sekunde fehlt

"Das Qualifying ist ein Bereich, in dem sie sehr stark sind", ortet er die schnelle Einzelrunde als derzeit größte McLaren-Schwäche. "Dadurch sind sie am Start in einer guten Ausgangsposition. Wir müssen versuchen, das zu ändern. Lewis ist vier Zehntel hinter Sebastian. Das ist noch ein ordentliches Stück, aber wir haben Regeländerungen für den britischen Grand Prix. Ich weiß nicht, ob das einen enormen Unterschied machen wird, aber ich hoffe es."

"Zudem bekommen wir laufend Updates - Silverstone ist da keine Ausnahme. Wenn wir im Qualifying näher rankommen, wäre das wichtig, denn im Rennen sehen wir sehr stark aus. Wir sind in einer guten Position, aber im Qualifying brauchen wir noch ein bisschen mehr", so Button. Martin Whitmarsh fügt an: "Wir werden nach Silverstone weitere neue Teile bringen und weiter pushen, bis wir ein Auto haben, das erstens in der ersten Reihe stehen und zweitens Rennen gewinnen kann."

Doch auch wenn McLaren zumindest vom Ziel mit der ersten Startreihe derzeit noch relativ weit entfernt ist, glaubt der Teamchef weiterhin an die "Racecraft" seiner beiden Piloten, wie er deren Stärke am Sonntag bezeichnet. Whitmarsh ist sogar davon überzeugt, dass Valencia noch ein völlig unbeschriebenes Blatt Papier ist, was den Ausgang angeht, und unterstreicht: "Jeder von unseren Fahrern kann das Rennen morgen gewinnen."

Fotoquelle: McLaren

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