Michael Schumacher hat seine Zukunft bei Mercedes selbst in der Hand

Formel 1 2011

— 26.06.2011

Schumachers Vertrag für 2012 nicht gesichert

Michael Schumachers Vertrag für 2012 ist nicht in Stein gemeißelt, sondern er muss sich selbst entscheiden, ob er bei Mercedes bleiben will oder nicht

Als Michael Schumacher im Dezember 2009 sein Comeback angekündigt hat, war stets die Rede von einem Dreijahresvertrag. "Die Idee ist generell mal die, dass wir für drei Jahre planen, was die Fahraktivitäten angeht", erklärte er in einer Telefonkonferenz am 23. Dezember. Doch das dritte Jahr des Vertrags scheint an einer einseitigen Option zu hängen.

Das hat 'BBC'-Experte Eddie Jordan in Valencia ans Licht gebracht. Vor laufenden Kameras fragte er Teamchef Ross Brawn: "Welche Seite kann die Option ziehen?" Brawn räumte ein: "Michael." Sprich: Der siebenfache Weltmeister kann auf jeden Fall bleiben, wenn er will, Mercedes kann ihn aber umgekehrt für 2012 zu nichts zwingen. Doch dass Schumacher seine Karriere vorzeitig beenden wird, gilt ohnehin als unwahrscheinlich.

Immer wieder betont der 42-Jährige hartnäckig, dass er noch Spaß am Fahren hat und das Projekt Comeback erst als abgeschlossen betrachtet, wenn sich Erfolg eingestellt hat. Die Krönung wäre ein weiterer WM-Titel oder zumindest noch ein Grand-Prix-Sieg. Zudem zeigt seine Formkurve seit Montreal stark nach oben. Schumacher attackierte dort nach einem Safety-Car-Restart sogar Spitzenreiter Sebastian Vettel.

"Ich glaube, das hat ihn daran erinnert, wie viel Spaß die Formel 1 machen kann", gibt Brawn zu Protokoll. "Es ist frustrierend, im Mittelfeld zu fahren, wenn du so eine großartige Karriere hattest wie Michael. Er ist daran gewöhnt, an der Spitze zu kämpfen. Daran hat er in Kanada wieder geschnuppert. Wenn wir ihn überzeugen können, dass wir konstant so weit vorne mitmischen werden, dann wird er bleiben."

Zuletzt machten Gerüchte die Runde, wonach der Vertrag zwischen Schumacher und Mercedes sogar vorzeitig um zwei weitere Jahre bis Ende 2014 verlängert werden könnte. Die Beteiligten dementieren jedoch und verweisen darauf, dass man sich erst später an einen Tisch setzen werde, um die Zukunft zu diskutieren. Angedacht ist aber auf jeden Fall, dass Schumacher auch nach dem Ende seiner Karriere Mercedes-Botschafter bleiben soll.

Fotoquelle: Mercedes

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