Lewis Hamilton und Fernando Alonso verstehen sich besser als noch 2007

Formel 1 2011

— 04.07.2011

Alonso würde Red Bull erneut absagen

Fernando Alonso hatte angeblich ein Angebot von Red Bull, ist aber froh, dass er diese abgelehnt hat - Hamilton/Vettel als Teamkollegen nicht ausgeschlossen

Im August 2009 stellte Fernando Alonso, damals noch Renault-Pilot, gerade die Weichen für seine Zukunft. War man bisher davon ausgegangen, dass mit Ferrari schon lange alles klar war, so scheint auch Red Bull eine Option gewesen zu sein, wo er in jenem Sommer in Spa-Francorchamps in der Energy-Station gesehen wurde. Das behauptet der Spanier zumindest in einem Interview mit der Formel-1-Website von Ferrari-Sponsor Santander.

"Du hattest ein Angebot von Red Bull und hast es abgelehnt. Bereust du das?", lautet die Fragestellung, auf die Alonso antwortet: "Nein, nein, denn vielleicht hätte ich dann drei oder vier WM-Titel, aber ich wäre nicht so glücklich, wie ich jetzt bin, und ich würde auch keinen Ferrari fahren. Ich finde, es ist für einen Rennfahrer wichtiger, für Ferrari zu fahren als einen WM-Titel zu haben." Zumal er ja ohnehin schon zweifacher Champion (2005/06 auf Renault) ist.

"Ferrari ist Ferrari", erklärt der Ferrari-Superstar. "Es ist schwierig, das in Worte zu fassen, aber du fährst für den besten Autohersteller der Geschichte und das bietet dir die Möglichkeit, das Springende Pferd auf der ganzen Welt zu repräsentieren, an den Straßenautos mitzuarbeiten, die sie bauen, und diese zu testen. Die privaten Formel-1-Teams oder die, hinter denen keine Automarke steht, sind einfach Formel-1-Teams. Ferrari ist viel mehr."

Nicht zuletzt deshalb (und wohl auch wegen der kolportierten Gage von mehr als 20 Millionen Euro) hat sich Alonso gleich bis 2016 an Ferrari gebunden. Branchenkenner schließen daraus, dass die Option Ferrari damit zumindest für Lewis Hamilton gestorben ist, denn als Alonso/Hamilton 2007 gemeinsam für McLaren gefahren sind, kam es zum fast schon legendären "Krieg der Sterne" zwischen den beiden Ausnahmekönnern.

Aber das ist längst Schnee von gestern, behauptet Alonso - und beteuert, dass er sich Hamilton als Ferrari-Teamkollegen entgegen anderslautender Einschätzungen durchaus vorstellen könnte: "Warum nicht? Ich habe kein Problem mit Hamilton und wir hatten auch bei McLaren keins. Ich habe den absoluten Respekt vor ihm. Solange es nicht bei McLaren ist, wäre es gut, im gleichen Team wie Hamilton zu fahren", gibt der 29-Jährige zu Protokoll.

Und Sebastian Vettel? "Ich habe keine Probleme damit, mit irgendjemandem im gleichen Team zu sein", bekräftigt Alonso. "Ich hatte das Glück mit tollen Fahrern, auch wenn es scheint, dass sie plötzlich Speed verlieren und schlechte Fahrer werden, wenn sie in einem Team mit mir sind. Daher mag ich es, meinen Teamkollegen zu schlagen. Vielleicht würden meine Leistungen mehr geschätzt werden, wenn ein großartiger Fahrer käme und ich ihn auch schlagen würde."

Fotoquelle: xpb.cc

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