Timo Glock war am Freitag deutlich schneller als sein Teamkollege

Formel 1 2011

— 08.07.2011

Marussia-Virgin: Immerhin Regentests

Für Marussia-Virgin war der Freitag in Silverstone ein Test für Regenverhältnisse - Teamchef John Booth: "An diesem Wochenende kaum nützlich"

Der Regen am Freitag hat das Programm von Marussia-Virgin etwas auf den Kopf gestellt. Die Briten wollten ursprünglich wichtige Tests einiger Aerodynamikelemente durchführen, konnten aber aufgrund des Wetters nur grundsätzliche Arbeiten erledigen. Timo Glock hielt sich mit 27 Runden am Freitag zwar zurück, war aber dennoch deutlich schneller als Jerome D'Ambrosio, der insgesamt 39 Umläufe absolvierte.

"Das war typischen britisches Wetter. Am Morgen war es zuerst sehr nass, wurde aber zum Ende besser. Grundsätzlich war ich mit dem Auto zufrieden", sagt der Deutsche, der seinem Teamkollegen eine Sekunde abnahm. "Im zweiten Training haben wir wegen des Regens zuerst abgewartet, später bin ich auf den gebrauchten Reifen vom Morgen nochmal herausgefahren."

"Ich bin einfach nur herumgekurvt, habe gewartet, dass die Bedingungen besser werden. Meine Reifen waren am Ende ganz schön abgefahren, sodass ich viel Aquaplaning erlebte und das Auto nur noch irgendwie auf der Strecke halten wollte", berichtet Glock. Sein Teamkollege erklärt: "Auf Grundlage der Bedingungen war es ein guter Tag. Natürlich wurde unser Programm beeinflusst."

"Es war für mich eine wichtige Erfahrung, mit einem Formel-1-Auto im Nassen zu fahren. Dafür ist Silverstone eine gute Strecke. Ich freue mich auf morgen, denn es ist besseres Wetter engkündigt", sagt der Belgier. "Der Regen hat uns zwar die Arbeit am grundsätzlichen Regensetup ermöglicht, aber unser geplantes Programm auf den Kopf gestellt", meint Teamchef John Booth.

"Im ersten Training wollten wir eigentlich einige Aerodynamikkomponenten austesten und wichtige Daten bezüglich der neuen Boxengasse sammeln", erklärt der Brite. "Mit beiden Autos haben wir Setuparbeit bei Regen absolviert, die wir uns für solche Fälle mal vorgenommen hatten. Abgesehen von Kanada, wo die Strecke einzigartig ist, hatten wir bisher nie die Gelegenheit für solche Tests."

"Wir haben sicherlich wichtige Informationen erhalten, aber die werden wohl an diesem Wochenende kaum nützlich sein, sondern eher später im Jahr mal bei nassen Bedingungen. Es sieht so aus, als würde das Wetter in den kommenden Tagen besser. Daher werden wir morgen früh viel Arbeit haben. Unser Leute brennen darauf, im Trockenen ein passendes Setup für das Qualifying zu erarbeiten", so Booth.

Fotoquelle: xpb.cc

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