Michael Schumacher verschätzte sich und krachte in Kamui Kobayashi

Formel 1 2011

— 10.07.2011

Mercedes: Für Schumacher war noch mehr drin

Nico Rosberg und Michael Schumacher kamen in Silverstone auf den Positionen sechs und neun ins Ziel - für Schumacher war noch mehr drin

Nico Rosberg und Michael Schumacher beendeten einen spannenden Großen Preis von Großbritannien in Silverstone auf den Plätzen sechs und neun. Damit belegt Mercedes nun den vierten Platz in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft.

Beide Fahrer starteten auf Intermediates, somit mussten sie nicht mehr beide Trockenreifenmischungen einsetzen Rosberg fuhr eine Zweistoppstrategie mit Reifenwechseln auf Option-Reifen. Schumachers Rennen wurde in Runde neun auf Platz neun liegend durch eine Kollision mit Kamui Kobayashi beeinträchtigt. Der Zwischenfall führte zu einem unplanmäßigen Boxenstopp, um einen neuen Frontflügel montieren zu lassen, sowie einer 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe.

"Ich bin mit dem Resultat recht zufrieden", so Rosberg. "Bereits im Qualifying haben wir gezeigt, dass wir das Potential für die Top 5 hatten, zudem fuhren wir eine sehr gute Rennstrategie. Mein Start war leider nicht so gut, deshalb ist der sechste Platz ein schönes Ergebnis für uns. Hoffentlich ist dies der Beginn eines Aufwärtstrends."

"Jetzt möchte ich unsere Leistung bei unserem Heimrennen am Nürburgring bestätigen. In den kommenden Tagen werden wir das gesamte Wochenende und die neuen Entwicklungen am Auto analysieren und hart daran arbeiten, uns weiter zu verbessern."

"Das war heute sehr schade und ich bin natürlich nicht zufrieden mit meinem Ergebnis", so Schumacher. "Dank der klasse Arbeit unserer Jungs in Brackley und Brixworth wäre heute ein fünfter oder sogar vierter Platz nicht unmöglich gewesen. Gerne hätte ich dem Team heute Abend zu unserem Barbecue mit ihren Familien viele Punkte als Geschenk mitgebracht, aber leider habe ich das selbst verspielt."

"Ich benutzte zum ersten Mal das DRS in diesem Rennen und fuhr mit Überschuss in die Kurve. Dabei unterschätzte ich die Wirkung, bremste nicht stark genug und so kam es zur Kollision. Die Strafe war berechtigt, aber ich muss mir noch genau anschauen, warum es eine Stop-and-Go und keine Durchfahrtsstrafe gegeben hat. Das war in meinen Augen etwas zu hart. Dennoch ist es schön, zu sehen, dass die harte Arbeit unseres Teams sich Schritt für Schritt auszahlt. Somit reise ich mit einem guten Gefühl zu unserem nächsten Heimrennen."

"Ein solides Punkteergebnis für das Team", so Teamchef Ross Brawn. "Nico und Michael arbeiteten sich von den Startplätzen neun und 13 gut durch das Feld nach vorne - Michael gewann am Start vier Plätze, Nico fiel hingegen in den ersten Kurven um drei Position zurück."

"Michaels Rennen wurde von seiner Kollision beeinträchtigt, die ihn doppelt bestrafte: er musste langsam an die Box zurück fahren und erhielt eine Stop-and-Go-Strafe. Danach fuhr er sehr gut und verbesserte sich vom 17. Platz bis auf Rang neun."

"Nicos Rennen verlief problemloser, allerdings verlangten wir viel von ihm, als wir ihm auftrugen, ab Runde 30 bis zum Ende des Rennens durchzufahren. Diese Aufgabe hat er sehr gut gemeistert."

"Es war das erste Rennen mit dieser Fahrzeugspezifikation mit dem neuen Auspuffsystem und den neuen Aerodynamikteilen. Allerdings blieb uns für die Setuparbeit vor dem Qualifying nur eine Stunde an trockener Trainingszeit und das mit nur einem Auto. Angesichts dessen können wir mit unserer Leistung zufrieden sein."

"In den vergangenen Rennen hatten wir Schwierigkeiten mit dem Reifenverschleiß, aber heute Nachmittag konnten beide Fahrer über 115 km mit einem Option-Reifensatz fahren - wir scheinen auf diesem Gebiet also gute Fortschritte erzielt zu haben."

"Der Start bei teilweise nassen Bedingungen verlief für uns nicht ganz nach Plan", so Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Nico verlor auf der ersten Runde drei Positionen, Michael gewann allerdings vier. Bedenkt man, dass Nico die erste Runde als Zwölfter beendete, ist Platz sechs ein respektables Resultat. Wir haben gezeigt, dass wir die Reifen für eine Zweistopp-Strategie nutzen konnten, während die meisten Fahrer in den Top 10 drei Mal stoppten."

"Michael hatte ein ereignisreiches Rennen. In der Anfangsphase berührte er den Sauber von Kobayashi, musste unplanmäßig an die Box, um einen neuen Frontflügel abzuholen. Wenige Runden später erhielt er eine Stop-and-Go-Strafe, durch die er auf Platz 17 zurückfiel - seine Aufholjagd bis auf Platz neun war beeindruckend."

"Das Team hat sich bei einem unserer Heimrennen gut geschlagen und wir arbeiten sehr hart daran, unser Paket für den nächsten Heim Grand Prix am Nürburgring in vierzehn Tagen weiter zu verbessern."

Fotoquelle: xpb.cc

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