Die Red-Bull-Dominanz setzt auch McLaren-Teamchef Whitmarsh zu

Formel 1 2011

— 13.07.2011

Whitmarsh: Keine Angst vor Rauswurf

McLaren schlitterte zuletzt in eine Krise, einem WM-Triumph läuft man in der Ära von Martin Whitmarsh immer noch nach - Dennoch fürchtet er nicht um seinen Job

Was für eine Enttäuschung: In Silverstone ging für McLaren so ziemlich alles schief. Zuerst funktionierten die Updates nicht, dann schickte man Lewis Hamilton mit den falschen Reifen ins Qualifying. Im Rennen verpatzte man Jenson Buttons Boxenstopp - durch eine nicht angeschraubte Radmutter musste der Lokalmatador aufgeben, bei Hamilton war nicht genug Sprit im Tank, weshalb dieser in der Endphase des Rennens mit stumpfen Waffen kämpfen musste.

Da macht selbst Teamchef Martin Whitmarsh keinen Hehl aus seiner Enttäuschung, zumal man durch Fernando Alonsos Sieg den Status als erster Red-Bull-Verfolger in der Fahrer-WM los ist. "Dieses Team kann nicht glücklich sein", stellt er klar. "Wir sind nicht glücklich, nicht zufrieden - wir sind enttäuscht. Das ist eine Tatsache und ziemlich offensichtlich. Unser Auto ist nicht schnell genug - so ist es eben."

WM-Titel nicht mehr das Ziel

Doch dadurch rückt auch der mögliche WM-Titel in weite Ferne: "Konzentrieren wir uns darauf, den WM-Titel zu gewinnen?", fragt Whitmarsh. "Nun ja, ehrlich gesagt wäre das jetzt vielleicht das falsche Ziel." Stattdessen müsse man "so schnell wie möglich wieder konkurrenzfähig werden, Rennen gewinnen und dann schauen, was noch möglich ist."

Es ist eine Tatsache, dass McLaren seit Ron Dennis' Abgang 2008 als McLaren-Teamchef keinen Titel mehr gewonnen hat. Das wirft kein gutes Licht auf Nachfolger Whitmarsh, der allerdings im Fahrerlager und teamintern einen sehr guten Ruf besitzt. Ist der Job des Briten dennoch in Gefahr? "Ich bin zuversichtlich, dass ich meinen Job behalten werde", reagiert er.

Whitmarsh glaubt an Beziehung zu Dennis

"Ich berichte nicht nur an Ron, sondern auch an das Direktorium - sie scheinen mit meiner Arbeit glücklich zu sein, bis jetzt zumindest. Ich bin seit 23 Jahren hier und arbeitete schon 23 Jahre lang mit Ron. Manche Leute glaubten, ich wäre ein Klon von Ron, aber das bin ich nicht. Wir haben eine interessante Beziehung - es gibt Hochs und Tiefs - aber derzeit ist sie stark."

Das liegt womöglich auch an seiner Einstellung - Whitmarsh gilt als ehrgeizig, was ihn mit Dennis verbindet. "Ich bin sehr hart zu mir selbst - sogar härter als ihr Jungs von der Presse zu mir seid", grinst er. "Diese Arbeit ist für mich eine Sucht und Erfolg kommt in der Formel 1 in Zyklen. Wir werden in diesem Team an hohen Anforderungen gemessen - das ist etwas, das ich begrüße. Wir sind nun in einer Situation, in der das Auto nicht schnell genug ist und jetzt werden wir alles tun, damit es schneller wird - wir geben nicht auf."

Fotoquelle: xpb.cc

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