Wo Renault drauf steht, soll auch weiter Renault drin sein

Formel 1 2011

— 14.07.2011

Trennung vom gleichnamigen Team? Renault-Chef dementiert

Jean-Francois Caubet weist Gerüchte zurück, nach denen man sich von der Mannschaft in Enstone trennen will - Williams in Zukunft ein bevorzugter Partner?

Die Gerüchteküche in der Formel 1 brodelt weiter. Nun gibt es Spekulationen, dass sich Motorenlieferant Renault vom gleichnamigen Team trennen könnte. Angeblich soll Lotus Renault GP, wie das Team aus Enstone sich mit vollem Namen nennt, bei den Zahlungen an Renault Sport F1 für die Motoren im Rückstand sein. Deshalb könnte die Mannschaft in der nächsten Saison zu Cosworth-Motoren wechseln - so wird zumindest gemutmaßt.

Doch Jean-Francois Caubet, der Chef von Renault Sport F1, weist diese Spekulationen zurück. "Wir haben einen sehr klaren Drei-Jahres-Vertrag über die Lieferung von Motoren", sagt Caubet gegenüber 'RMC Radio'. "Wir werden diesen Vertrag erfüllen. Wir waren sehr überrascht, als wir diese Gerüchte gehört haben", so der Renault-Sport-F1-Chef weiter. "Wir führen mit Lotus Renault GP auch ernsthafte Gespräche über den V6-Motor für 2014."

Wenn in zwei Jahren die V6-Motoren kommen, dann könnte Renault ein oder zwei der Kundenteams zu "bevorzugten Partnern" machen, so Caubet. Das Ziel sei, sich in der neuen Ära optimal aufzustellen. Die Frage ist nur, wer diese Teams sind. Das jetzige Renault-Team, Red Bull oder vielleicht auch Williams? Die Traditionsmannschaft aus Grove fährt ab der kommenden Saison wieder mit Renault-Antrieb und will damit an vergangene erfolgreiche Zeiten anschließen.

Williams-Geschäftsführer Adam Parr ist von der Idee, dass Williams eine Art "Renault-Werksteam" wird, nicht abgeneigt. "Ich denke, dass Renault aus technischer Sicht sehr gewissenhaft darin sein wird, allen das gleiche Material zur Verfügung zu stellen", sagt er. Und selbst falls Williams ein solcher "bevorzugter Partner" sei, "ist diese Gleichstellung zwischen den Teams so wichtig. Ich würde nie eine Bevorzugung wollen."

Anders sei dies im Bereich der kommerziellen Partnerschaft, so Parr: "Der Vorteil ist, dass wir in der Formel 1 keine andere Automarke bewerben. Und ich habe sogar das Gefühl, dass Williams-Renault aufgrund der Geschichte schon fast ein Synonym für Renault in der Formel 1 ist. Ich will das nicht abwertend sagen, aber ich denke, dass das bei Red Bull nicht so der Fall ist. Red Bull ist Red Bull. Sie haben einen fantastischen Motor im Heck und auch eine deutliche Renault-Präsenz. Aber das hat vielleicht nicht den Marketingeffekt, den es haben könnte."

Fotoquelle: xpb.cc

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