Martin Whitmarsh erkennt eine undefinierte Epoche in der Formel 1

Formel 1 2011

— 16.07.2011

Whitmarsh über das Kommen und Gehen in der Formel 1

In der Formel 1 gibt es abgesehen von McLaren und Ferrari wenig Konstanten: Martin Whtimarsh benennt die Gründe für den stetigen Wandel

Seit Jahrzehnten begeistern die Traditionsteams von Ferrari und McLaren die Formel-1-Welt und sind zwei starke Säulen des Sports. Martin Whitmarsh, der Teamchef des britischen Teams blickt stolz zurück: "Seitdem McLaren in der Formel 1 ist, sind 107 Teams gescheitert." Seit 1966 nimmt sein Team an der Weltmeisterschaft teil. Zu dem Zeitpunkt war Whitmarsh gerade einmal acht Jahre alt.

Heute kann der Brite auf 23 Jahre bei McLaren zurück und hat in der Zeit viele kommen und gehen sehen. Grundsätzlich geht es ihm um die Langzeitwirkung der Formel 1: "Der Sport muss nachhaltig sein", fordert Whitmarsh, der neben seiner Tätigkeit als Teamchef auch noch Vorsitzender der FOTA ist.

"Wir brauchen all die anderen Teams", erklärt er und kritisiert: "Es kann nicht immer nur Ferrari gegen McLaren kämpfen." Unvergessen sind die Duelle in den letzten Jahrzehnten. Doch die Formel 1 befindet sich erkennbar im Wandel in eine undefinierte Epoche: "Zuerst hatten wir die Tabak-Äre und danach die Hersteller-Ära. Nun haben wir aber nicht mehr genug von ihnen."

Mitte der Neunziger waren viele großen Konzerne vertreten: BMW, Toyota, Honda, Ferrari, Renault und Mercedes investierten Unsummen, um ihr Know-how zu demonstrieren. Doch dann kam der große Knall: "Es ist eine Tatsache, dass die Automobilindustrie die größte Rezession ihrer Geschichte durchmachen musste", merkt Whtimarsh an, dessen Team davon wenig betroffen war.

"In den 60 Formel-1-Jahren kamen und gingen die Automobilhersteller", erkennt der Brite gegenüber 'Forumla1.com' und nennt zwei markante Beispiele: "Honda kam und ging drei Mal. BMW war ein paar Mal da." Durch das neue Motorenformat ab 2014 könnten einige Hersteller zum Comeback angestoßen werden.

"Ich bin mir sicher, dass in den nächsten fünf Jahren ein oder zwei zurückkommen. Die Bedingungen sind gut", hofft Whitmarsh, der sich für eine populärere Formel 1 einsetzt und erklärt optimistisch: "Ich denke, mit der Zeit, können wir sie zurückgewinnen. Und eventuell kommen noch Volkswagen/Audi, Hyundai oder andere dazu."

Fotoquelle: xpb.cc

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