In der Formel 1 gibt es dieses Jahr deutlich mehr Überholmanöver als früher

Formel 1 2011

— 19.07.2011

Zahlen und Fakten zur Saisonhalbzeit

Mercedes liefert hochinteressante Zahlen und Fakten zu den Auswirkungen des neuen Reglements auf die bisherigen neun Saisonrennen

In der Formel 1-Saison 2011 wurden einige bedeutende Regelnderungen eingefhrt. Die wichtigsten sind der verstellbare Heckflgel (DRS oder Drag-Reduction-System) und die Pirelli-Reifen. Der Anstieg der internationalen TV-Zuschauerzahlen scheinen zu besttigen, dass die Regeln beim Fernsehpublikum ankommen. Aber wie haben sie sich in der ersten Saisonhlfte wirklich ausgewirkt? Das sind die Zahlen zur Saisonhalbzeit.

Wie viele berholmanver gab es in den ersten neun Rennen?
In den ersten neun Saisonrennen gab es insgesamt 623 berholmanver, inklusive Manvern zwischen Teamkollegen sowie von schnelleren Autos gegen die letzten drei Teams. Nicht enthalten sind berholmanver in der ersten Runde oder gegen ein beschdigtes Auto.

Wie setzen sich die berholmanver zusammen?
Von den 623 Manvern entfallen 175 auf schnellere Autos gegen die letzten drei Teams, 43 fanden zwischen Teamkollegen statt. Insgesamt gab es 180 berholmanver mit Hilfe von DRS und 225 normale Manver ohne DRS-Einsatz.

Bei welchen Rennen wurde am hufigsten berholt?
Die meisten berholmanver gab es in Kanada (136), Istanbul (123) und Schanghai (97); die wenigsten in Monaco (22), Silverstone (29) und Melbourne (30). Interessant ist, dass das Rennen in Valencia mit 44 Manvern doppelt so viele berholvorgnge wie Monaco erlebte. Davon fanden 16 in der ersten DRS-Zone und sechs in der zweiten statt.

Wie hat sich DRS auf die berholmanver ausgewirkt?
DRS wurde bei 29 Prozent aller berholmanver in dieser Saison eingesetzt. Bei vier Rennen wurden mehr DRS-Manver durchgefhrt als normale berholmanver: Schanghai (33 Prozent der Gesamtzahl), Istanbul (41), Barcelona (35) und Valencia (50). Die meisten Positionswechsel mit Hilfe von DRS gab es in Istanbul (50), gefolgt von Schanghai (31) und Barcelona (29); die wenigsten in Monaco (2), Melbourne (5) und Silverstone (6).

Wie sind DRS-Manver und normale berholvorgnge verteilt?
In Valencia berwogen die DRS-Manver im Vergleich zu den normalen berholmanvern am deutlichsten: Bei der Hlfte (50 Prozent) aller berholvorgnge wurde DRS eingesetzt, nur elf Prozent waren normale Manver. Zum Vergleich: In Monaco gab es bei weitem mehr normale berholmanver (64 Prozent) als DRS-Manver (9 Prozent). In Silverstone sahen wir 55 Prozent normale berholvorgnge und 21 Prozent mit Einsatz von DRS.

Wie oft wurde auf der ersten Runde berholt?
Obwohl man behaupten knnte, dass die Wichtigkeit einer guten Platzierung zu Rennbeginn durch die neuen Regeln geringer geworden ist, spielt eine gute erste Runde immer noch eine bedeutende Rolle. Nico Rosberg und Michael Schumacher haben insgesamt in dieser Saison nur dreimal Positionen auf der ersten Runde verloren (ohne den Schaden an Schumachers Auto in der Startrunde in Australien). Schumacher hat bei vier Rennen drei oder mehr Pltze gutgemacht - am meisten Positionen gewann er in der Erffnungsrunde in China (5).

Wie haben sich die Reifen auf die Rennen ausgewirkt?
Von den 225 normalen berholmanvern entfallen rund 55 Prozent auf Autos, deren Reifen weniger als fnf Runden Unterschied bei der Laufzeit aufwiesen, sowie 45 Prozent auf Autos, bei denen der Unterschied mehr als fnf Runden betrug. Von den 180 DRS-Manvern fanden 52 Prozent mit einem Reifenunterschied von weniger als fnf Runden und 48 Prozent mit einem Unterschied von mehr als fnf Runden statt. Den grten Einfluss hatte das Alter der Reifen in Barcelona, wo 69 Prozent der berholmanver auf "alte" Reifen zurckzufhren waren. Den geringsten Einfluss gab es bei den Regenrennen in Montreal und Silverstone.

Wie viele Boxenstopps gab es in dieser Saison?
Insgesamt gab es in neun Rennen 560 Boxenstopps (inklusive Strafen). Davon entfallen elf auf Durchfahrtsstrafen und vier auf Zehn-Sekunden-Stop-&-Go-Strafen. Die meisten Stopps gab es in der Trkei (82), gefolgt von Spanien (77) und Kanada (76); die wenigsten Boxenhalte gab es in Monaco (43), Melbourne (46) und Silverstone (54). Bei zwei Rennen wurden keine Strafen ausgesprochen: Spanien und Europa. Mit vier Durchfahrtstrafen wurden in Kanada die meisten Strafen ausgesprochen.

Fotoquelle: xpb.cc

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