Experte Marc Surer bei seinem Besuch bei der Ennstal-Classic in Gröbming

Formel 1 2011

— 19.07.2011

Surer: Eröffnet Vettel Alonso eine Chance?

Experte Marc Surer hält Fernando Alonso für den gefährlichsten Herausforderer von Sebastian Vettel, denn: "McLaren ist stehen geblieben, warum auch immer"

92 Punkte Rückstand nach neun Rennen bedeuten, dass Fernando Alonso in jedem der verbleibenden Grands Prix mehr als neun Zähler auf Spitzenreiter Sebastian Vettel gutmachen muss, wenn er sich in der Gesamtwertung noch vom dritten auf den ersten Platz verbessern will - oder, anders ausgedrückt: Aus eigener Kraft kann der zweifache Champion nicht mehr Weltmeister werden.

Selbst wenn Vettel von nun an nur noch ausscheiden würde, hätte Alonso frühestens beim Ferrari-Heimspiel in Monza am 11. September die Chance, die WM-Führung zu übernehmen. Bedenkt man jedoch, dass der Red-Bull-Pilot bisher nur erste und zweite Plätze errungen hat und selbst sein Teamkollege Mark Webber noch in keinem Rennen schlechter als Fünfter war, dann darf man zumindest spekulieren, dass es schwierig wird, Vettel und Red Bull noch abzufangen.

Doch Marc Surer warnt davor, den WM-Kampf zu früh als entschieden zu betrachten: "Es hat noch immer irgendwie einen Einbruch gegeben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es mit ersten und zweiten Plätzen weitergeht, sondern irgendwann wird ein Einbruch kommen", glaubt der 'Motorsport-Total.com'-Experte. "Dass ein Red Bull mal ausfällt, ist ja auch drin. Lass zwei schlechte Rennen kommen und plötzlich wird es wieder eng."

Oder eine Saison wie 2009, als Jenson Button auf Brawn sechs der ersten sieben Rennen gewonnen hatte, dann aber in den restlichen zehn Rennen nur noch zweimal auf das Podium fuhr. Aus zeitweise 32 Punkten Vorsprung auf den späteren Vizeweltmeister Vettel wurden bis zum Ende gerade mal deren elf. Buttons Glück war damals, dass es unter seinen direkten Gegnern keinen potenziellen Seriensieger gab, sondern sie sich gegenseitig Punkte wegnahmen.

Diese Tatsache könnte nun auch Vettel dabei helfen, seinen gigantischen Vorsprung zu verwalten: "Sein Glück ist, dass es bisher keinen einzelnen Gegner gab, sondern manchmal war's der, manchmal der", argumentiert Surer. "Wenn sich jetzt Alonso als sein Hauptgegner herausstellt, dann könnte es plötzlich doch wieder eng werden - obwohl wir es alle nicht erwarten." Dieser Hauptgegner kann seiner Meinung nach nur Alonso sein, "wenn du dir die Entwicklung der letzten Rennen anschaust".

Denn: "McLaren ist stehen geblieben, warum auch immer. Was sie gebracht haben, hat keinen Fortschritt gebracht, während Ferrari Schritt für Schritt kleine Fortschritte macht", betont der ehemalige Formel-1-Pilot. Bei Alonsos Sieg in Silverstone habe es "einfach gepasst. Es gab ja schon vorher Rennen, wo der Ferrari gut ging. Das Potenzial war im Ferrari immer drin, sie haben es nur nicht jedes Mal abrufen können. Wenn sie jetzt den Faden gefunden haben, wird es vorwärts gehen."

Fotoquelle: Ennstal-Classic (Martin Huber)

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