Sebastian Vettel hat auf dem Nürburgring seinen ersten Heimsieg im Visier

Formel 1 2011

— 20.07.2011

Red Bull: Vettel peilt ersten Heimsieg an

Das Weltmeisterteam kommt nach der Niederlage von Silverstone neu motiviert an den Nürburgring und will die Teamorder-Diskussion vergessen machen

Das Red-Bull-Team plant beim zehnten WM-Lauf am kommenden Wochenende zurückzuschlagen. Der Sieg von Fernando Alonso und Ferrari beim vorangegangenen Rennen in Silverstone, vor allem aber die Diskussion um die zwischenzeitlich missachtete Teamorder seitens Mark Webber haben das Weltmeisterteam in den vergangenen Tagen auf andere Art und Weise als noch zu Saisonbeginn in die Schlagzeilen gebracht.

Beim Grand Prix von Deutschland will die Truppe rund um Teamchef Christian Horner die Ereignisse aus Großbritannien ein für allemal vergessen machen. WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel peilt in der Eifel seinen ersten Heimsieg an, nachdem er sich bei seinem bisher einzigen Auftritt als Formel-1-Pilot am Nürburgring im Jahr 2009 seinem Teamkollegen Webber geschlagen geben musste. Im Vorjahr, als der Grand Prix von Deutschland in Hockenheim ausgetragen wurde, kam Vettel hinter den beiden Ferrari-Piloten Alonso und Felipe Massa als Dritter ins Ziel.

"Eines der Ziele, die sich ein Formel-1-Pilot in seiner Karriere setzt, ist ein Sieg bei seinem Heimrennen", sagt Vettel und fügt an: "Natürlich ist man immer bemüht, 100 Prozent zu geben. Beim Heim-Grand-Prix ist man allerdings immer noch einen Tick mehr motiviert - ganz einfach deshalb, weil man sich zu Hause fühlt."

Mit Blick auf den Streckenverlauf des 5,148 Kilometer langen Grand-Prix-Kurses stechen für den Heppenheimer vor allem die "Passage von der Ford-Kurve bis hinunter zur 180-Grad-Kehre im Tal" sowie "die Warsteiner-Kurve unmittelbar vorher" heraus. Der Linksbogen leitet ausgangs der Mercedes-Arena die Bergabpassage hinunter an den tiefsten Punkt der Strecke ein.

Als beste Überholmöglichkeit auf dem Nürburgring macht Vettel die NGK-Schikane vor Start/Ziel aus. "Dort kannst du einen Gegner auf der Bremse stehen lassen, da du aus der vorhergehenden Vollgaskurve kommend auf 100 km/h herunter bremsen musst", so der Weltmeister. "Wenn du später in die Eisen steigst, kannst du die Schikane als Erster durchfahren." Wenngleich sich das Manöver in der Theorie einfach anhört, so ist es dies laut Vettel nicht zwangsläufig, da "du dich von den Randsteinen fernhalten musst, um nicht sofort wieder überholt zu werden."

Das wechselhafte Wetter in der Region rund um die Nürburg trägt nach Meinung des Red-Bull-Piloten ein Übriges dazu bei, dass das Wochenende für alle Beteiligten eine interessante Herausforderung darstellt.

Webbers Rückkehr an den Ort des Premierensieges

Teamkollege Webber verbindet mit dem Eifelkurs ganz besondere Erinnerungen, konnte der Australier doch dort seinen ersten von bisher sechs Siegen am Steuer eines Formel-1-Boliden einfahren. "Ich liebe es, am Nürburgring zu fahren", so Webber. "Dieser Ort hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, da ich dort im Jahr 2009 mein erstes Rennen gewonnen habe. Ich freue mich darauf, in diesem Jahr dorthin zurückzukehren."

Der jüngste Besuch Webbers in der Eifel liegt jedoch erst wenige Wochen zurück. "Ich war erst kürzlich am Nürburgring, um einige Besichtigungsrunden auf der Nordschleife zu drehen", erinnert der Australier an seinen persönlichen Beginn des Monats und fügt an: "Ich werde dort auch in dieser Woche für Renault einige Runden mit dem Renntaxi drehen." Die Nordschleife bezeichnet Webber als die "beeindruckendste Rennstrecke der Welt".

Genau wie Teamkollege Vettel, so ist auch dem aktuellen WM-Zweiten das wechselhafte Eifelwetter vertraut. "Die Bedingungen sind dort oft unvorhersehbar", weiß Webber. "Sollte das an diesem Wochenende wieder so sein, musst du in der Lage sein, in kürzester Zeit Entscheidungen zu treffen, um vom wechselhaften Wetter profitieren zu können."

Aufgrund der Nähe zu Österreich stellen sowohl der Grand Prix von Deutschland auf dem Nürburgring als auch der nur eine Woche später folgende Grand Prix von Ungarn auf dem Hungaroring bei Budapest für das mit österreichischer Lizenz fahrende Weltmeisterteam gewissermaßen zwei "Heimspiele" dar.

"Die Unterstützung der Fans für das Team und insbesondere Sebastian wird aus diesem Grund unglaublich sein", erwartet Webber, der in Bezug auf die Leidenschaft der Nürburgring-Zuschauer keine Zweifel hat: "Die Fans in Deutschland nehmen die Formel 1 sehr ernst und auf den Campingplätzen geht es in der Regel recht wild zu. Wir können die Musik sogar von unserem Hotel aus hören."

Fotoquelle: xpb.cc

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