Martin Whitmarsh sitzt bei McLaren trotz anderslautender Gerüchte fest im Sattel

Formel 1 2011

— 20.07.2011

McLaren stellt klar: Whitmarsh bleibt an Bord

Nach dem Silverstone-Event schrieben britische Medien McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh fast schon aus seinem Amt, doch so weit kommt es nicht

Bis zum Großen Preis von Großbritannien in Silverstone war McLaren das einzige Formel-1-Team, das in diesem Jahr neben Red Bull bereits Rennen gewinnen konnte - und trotzdem steht der Rennstall derzeit massiv in der Kritik. Vor allem die britischen Medien kritisieren das Auftreten des Traditionsteams und nehmen dabei speziell Teamchef Martin Whitmarsh unter Beschuss.

Schenkt man den Spekulationen aus Großbritannien Glauben, dann agiert Whitmarsh in den kommenden Wochen unter einem Damokles-Schwert: Sein Posten als Teamchef sei in Gefahr, wenn nicht bald eine entscheidende Wende im Duell mit Red Bull eintrete, heißt es beispielsweise bei der 'Daily Mail'. Laut Jonathan Neale muss Whitmarsh aber überhaupt nicht um seinen Job fürchten.

Ganz im Gegenteil, wie der McLaren-Team-Geschäftsführer erläutert: "Das ist einfach ein Teil des Medienzirkus' und der allgemeinen Erwartungshaltung", meint Neale. "Wenn man bei seinem Heimrennen nicht sonderlich gut abschneidet, dann kann das Echo eben so ausfallen. Wir schauten uns das intern an, lächelten und machten weiter. Ich nehme das nicht allzu ernst, wenn ich ehrlich bin."

"Martin leistete bisher stets fantastische Arbeit für McLaren und die FOTA. Bis zum vergangenen Wochenende waren wir die Einzigen, die es wirklich mit Red Bull aufnehmen konnten. Beide unserer Fahrer konnten 2011 schon Rennen gewinnen", gibt Neale vor dem Deutschland-Grand-Prix zu Protokoll und merkt an: "Martin ist ein Siegertyp." Und als solcher werde er an Bord bleiben.

Irgendwann werde Whitmarsh sicherlich das Ruder an einen Nachfolger weiterreichen, doch dieser Augenblick sei noch nicht gekommen. Diesbezüglich hüllt sich Neale ohnehin in Schweigen: "Einen Nachfolge-Plan werden wir nicht veröffentlichen. Wir brauchen auch keine Notlösung, falls es einen plötzlichen Abschied geben sollte. Wir wollen Martin, Lewis und Jenson langfristig bei uns haben."

Fotoquelle: McLaren

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