Nick Heidfeld muss sich für 2012 wohl einen neuen Arbeitgeber suchen

Formel 1 2011

— 23.07.2011

Renault: Petrow gesetzt, Heidfeld unwahrscheinlich

Nick Heidfelds Chancen auf einen längerfristigen Renault-Vertrag stehen schlecht, Witali Petrow ist hingegen für nächste Saison gesetzt

Was die zukünftige Renault-Fahrerpaarung angeht, hängt derzeit einiges in der Luft, weil das Team auf die Rückkehr des seit einem Rallye-Unfall im Februar in Italien verletzten Robert Kubica hofft. Als praktisch sicher gilt, dass Nick Heidfeld 2012 keinen Stammplatz mehr bekommen wird, aber sein Teamkollege Witali Petrow scheint gesetzt zu sein.

Der Russe hat ohnehin einen Vertrag bis Ende 2012 und konnte sich im Vergleich zum Vorjahr enorm steigern. "Er ist sicher in der Formel 1", stellt Renault-Teamchef Eric Boullier klar - im Wissen, dass Petrow neben ständigen Verbesserungen vor allem auch viele russische Sponsorenmillionen und gute Kontakte zu Ministerpräsident Wladimir Putin mitbringt. Die könnten strategisch wichtig werden, wenn die Königsklasse ab 2014 in der russischen Olympiastadt Sotschi gastiert.

Wenn also Petrow-Managerin Oksana Kossatschenko selbstbewusst im Paddock herumläuft und erzählt, dass sie den Vertrag mit Renault lieber heute als morgen verlängern würde, dann spricht sie schon von 2013 und nicht von 2012, verrät Boullier. Geht man davon aus, dass Kubica nächstes Jahr zurückkehren wird, dann sind Heidfelds Tage ziemlich sicher gezählt. Der Deutsche gilt eher als logischer Kandidat auf ein BMW-Cockpit in der DTM.

Denn selbst wenn Kubica nicht zurückkehren sollte, würde Renault wohl auf Romain Grosjean setzen: "Er ist auf meinem Radar", bestätigt Boullier. "Er schlägt sich in der GP2 sehr gut und beweist, dass er sehr gereift ist und in die Formel 1 gehört. Ich glaube ganz ehrlich, dass er das Potenzial hat, hier in der Formel 1 zu den großen Jungs zu gehören. Das ist ein mögliches Szenario." Grosjean sei "definitiv" stärker als noch 2009: "Er hat sich sehr verändert, ist viel reifer als damals."

Doch generell spricht Boullier ungern über die Fahrersituation, denn solange es vom Kubica-Camp keinen konkreten Comeback-Fahrplan gilt, können keine Entscheidungen getroffen werden: "Die Situation ist wegen Robert ungewöhnlich, denn wir wollen abwarten, wie sich sein Zustand entwickelt, wann er zurückkommt und natürlich auch wie. Wir warten auf Feedback von ihm", sagt der Franzose, der sich im Idealfall eine Entscheidung bis Ende August wünscht.

Fotoquelle: Renault

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