Obwohl man bei Ferrari viel Abtrieb fährt, waren die Topspeedwerte sehr hoch

Formel 1 2011

— 23.07.2011

Pokert Ferrari mit maximalem Abtrieb auf Regen?

Bei Ferrari kommt man nach wie vor mit dem härteren Reifen nicht zurecht und fuhr in der Qualifikation mit sehr viel Abtrieb

Mit den Positionen vier und fünf war man im Lager von Ferrari nicht enttäuscht. "Das Resultat entspricht unseren Erwartungen", erklärt Stefano Domenicali und analysiert: "Es gibt immer noch eine Lücke zu den Schnellsten. Diese ist aber kleiner, als bei den letzten Rennen. Damit fühlen wir uns bestätigt, in die richtige Richtung zu arbeiten. Offensichtlich wird es morgen regnen, was das bereits sehr offene Rennen noch unvorhersehbarer machen wird."

Silverstone-Sieger Fernando Alonso teilt die Meinung seines Teamchefs und wertet das Resultat: "Wir sind weder überrascht, noch enttäuscht. Diese Startaufstellung ist mehr oder weniger das, was wir nach dem Freien Training gestern erwartet haben. Wir haben damit gerechnet, dass die Red Bull drei oder vier Zehntelsekunden schneller sind als wir."

"Bei Hamilton lief es besonders im ersten Sektor sehr gut und er ist zwischen uns gefahren. McLaren hat sehr viele neue Teile mitgebracht. Man kann sehen, dass sie gut arbeiten", beobachtet der Spanier, dessen Runde frei von Fehlern war: "Ich bin mit meiner Runde und dem Resultat zufrieden. Dieses Jahr konnte man beobachten, dass wir im Rennen immer besser als im Training aussahen."

Tiefstapler Alonso

"Wenn es trocken bleibt, haben wir eine 25-prozentige Gewinnchance. Im Nassen ist die Chance geringer, weil die anderen damit besser zurechtkommen. Vielleicht dreht sich das ja morgen um. Man weiß ja nie. Das Podium ist mein Ziel, aber wenn die Chance auf den Sieg da ist, lasse ich mich nicht zwei Mal bitten", so Alonso.

Nachdem es in Silverstone so aussah, als ob Ferrari und Red Bull gleichauf sind, stapelt Alonso tief und geht von einem Rückstand aus: "Die Updates, die wir einführen, helfen uns von Rennen zu Rennen, unsere Performance zu verbessern. Wir müssen noch einen weiteren Schritt machen, um mit den Besten gleichauf zu sein."

Etwas mehr als viereinhalb Zehntelsekunden verlor Felipe Massa auf seinen Teamkollegen und ist weniger zufrieden, als der Spanier: "Ich kann nicht behaupten, dass ich mit dem Qualifiying komplett glücklich bin. Das liegt daran, weil einige Autos schneller sind, als unseres. Im Fall von Red Bull ist es wenig überraschend, aber es ist bemerkenswert im Fall von Hamiltons McLaren."

Wenig Reifenabrieb

"Morgen werden wir wie üblich einen Schritt vorwärts machen, wissen aber, dass es nicht einfach werden wird. Wenn es zehn Grad wärmer gewesen wäre, hätte ich mich nicht beschwert. Gerade mit dem mittleren Reifen haben wir zu kämpfen. Deswegen habe ich bereits ab Q1 meinen ersten Satz weiche Reifen verwendet. Auf dieser Strecke ist der Reifenabrieb sehr gering, deswegen war es keine Hürde für mich, noch nicht einmal, fürs Rennen", schildert der Brasilianer.

Im Gegensatz zu Alonso scheut Massa den drohenden Regen nicht: "Die große Unbekannte ist das Wetter. Wir haben den maximalen aerodynamischen Abtrieb, der möglich ist, was uns helfen sollte, wenn es regnet. Im Nassen wird es entscheidend, dass man aus den Gegebenheiten das meiste herausholt."

Pat Fry ist nicht verblüfft, dass Lewis Hamilton noch vor den beiden Ferrari steht: "Unterm Strich gab es keine Überraschungen. Wir wussten, dass die Red Bull schneller sind. Auch mit McLaren haben wir gerechnet, weil wir im Gegensatz zu Silverstone ja wieder auf den Stand von Valencia zurückgekehrt sind."

"Wenn wir die Wahl gehabt hätten, wären uns zehn Grad mehr recht gewesen. Aber das ist außerhalb unserer Möglichkeiten", erkennt Fry und sichtet bei den Reifen das bekannte Ferrari-Problem: "Es gibt große Unterschiede zwischen den beiden Mischungen. Selbst wenn der Abrieb gering ist, sollten wir einen zusätzlichen Stopp einplanen, um die Rundenanzahl auf der mittleren Mischung auf ein Minimum zu reduzieren."

Fotoquelle: xpb.cc

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