Christian Horner kann mit dem Ergebnis auf dem Nürburgring leben

Formel 1 2011

— 24.07.2011

Horner: "Seb war nie so unzufrieden"

Red-Bull-Teamchef Christian Horner kann Sebastian Vettels schlechtestem Saisonergebnis bei aller Enttäuschung auch etwas Positives abgewinnen

Mark Webber konnte seine Pole-Position auf dem Nürburgring nicht in einen Sieg umwandeln und Sebastian Vettel verfehlte erstmals in dieser Saison sogar das Podium. Trotzdem streicht Red-Bull-Teamchef Christian Horner auch Positives hervor: etwa den gelungenen Boxenstopp in der vorletzten Runde oder die vielleicht noch sehr wertvollen zwölf WM-Punkte für Platz vier.

Frage: "Christian, Sebastian ist sehr enttäuscht, war er schon gestern. Kannst du das verstehen? Immerhin führt er ja noch die Weltmeisterschaft an. Verstehst du da, dass er sein Heimrennen unbedingt gewinnen wollte?"
Christian Horner: "Natürlich, besonders sein Heimrennen vor all den Fans hätte er sicher liebend gern auf dem Podium oder sogar als Sieger beendet. Aus irgendeinem Grund war es einfach nicht sein Wochenende, aber am Ende springen trotzdem der vierte Platz und zwölf WM-Punkte dabei raus, die extrem wertvoll sind."

"Wir verlassen Deutschland mit vielen gelernten Lektionen. Seb war das ganze Jahr nie so unzufrieden mit dem Auto. Die Temperatur hat wahrscheinlich nicht geholfen, aber ich suche nicht nach Ausreden. Wir schauen auf das nächste Rennen in weniger als einer Woche. Ich bin mir sicher, auch Sebastian denkt bereits an Budapest."

Frage: "Als er beim letzten Boxenstopp in der vorletzten Runde noch an Massa vorbeikam, war das eine aufregende Situation. Wie hoch war dein Puls und wie stolz bist du auf eure Boxencrew?"
Horner: "Unsere Jungs haben heute den echten Red-Bull-Spirit gezeigt. Als Team trainieren sie tagein und tagaus und sie haben nach dem Drill gearbeitet, den sie gewöhnt sind."

"Sie haben für Sebastians Boxenstopp weniger als drei Sekunden gebraucht, was den vierten Platz gebracht hat. Das waren zwei Punkte, die er den Jungs zu verdanken hat, für die er sich in der Auslaufrunde bedankt hat. Es ist diese Hingabe unter riesigem Druck... Der Puls der Mechaniker ist hoch, sie sehen den Ferrari vor uns, aber die haben unter Druck die Leistung abgeliefert. Wir sind sehr stolz auf sie."

Frage: "Wie siehst du die WM-Situation? Alonso hat Silverstone gewonnen, Hamilton hier - die Gegner wechseln sich ab..."
Horner: "Ja. Es ist interessant: eine Woche Ferrari, eine Woche McLaren - und der konstante Faktor ist Red Bull an der Spitze. Hoffentlich kommen jetzt ein paar Strecken, die gut für uns sein sollten."

Frage: "Wie Budapest..."
Horner: "Hoffentlich können wir dort konkurrenzfähig sein. Wir arbeiten in der Fabrik auf vollen Touren, befinden uns inmitten des Entwicklungsrennens vor der Fabrikschließung im Sommer. Alle pushen so hart sie können."

Fotoquelle: Red Bull/Getty

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