Am Nürburgring kämpfte Sauber mit den kühlen Temperaturen

Formel 1 2011

— 25.07.2011

Sauber hofft auf Reifenvorteil in Budapest

Das Auto von Sauber geht sehr sorgsam mit den Reifen um: Ergibt das beim erwarteten Hitzerennen in Ungarn Vorteile gegenüber der Konkurrenz?

Das Team von Peter Sauber liegt nach zehn von 19 Rennen auf Position sechs in der Konstrukteurswertung und holte nach einem enttäuschenden Qualifiying immerhin zwei Zähler am kühlen Nürburgring. Ohne Pause geht es direkt weiter nach Ungarn. Dort erwarten den Sauber deutlich höhere Temperaturen, als in der kühlen Eifel.

Kamui Kobayashi fuhr in Deutschland von Startplatz 17 auf neun und punktete das siebte Mal dieses Jahr. Vor einem Jahr startete der Japaner in Ungarn eine noch imposantere Aufholjagd: "Ich habe gute Erinnerungen an Budapest. Im Vorjahr musste ich wegen einer Bestrafung vom 23. Startplatz aus ins Rennen gehen, konnte aber ein paar Autos überholen und wurde Neunter. Es war ein tolles Rennen."

Kurze Gerade in Ungarn

"Der Hungaroring ist eine technisch anspruchsvolle Strecke mit vorwiegend langsamen und mittelschnellen Kurven", analysiert Kobayashi. Der Überholen sollte schwieriger werden als am Nürburgring: "Die Gerade ist ziemlich kurz, weshalb es in der Vergangenheit wenig Überholmanöver gab. Aber nun haben wir ja das DRS, das hoffentlich dazu führt, dass wir den Fans ein spektakuläres Rennen bieten können."

Die Kälte in Deutschland bereitete den Sauber-Piloten Probleme. In Ungarn ist es in der Regel wärmer, was dem Auto mit seinem sanften Reifenumgang helfen sollte: "Meistens sind die Temperaturen in Ungarn sehr hoch, sodass die Reifen stark beansprucht werden. Der richtige Umgang mit den Reifen ist schwierig und wird entscheidend sein. Unser Auto hat sich bisher als sehr reifenschonend erwiesen, deshalb sollten wir gute Chancen haben."

Teamkollege Sergio Perez verpasste vergangenen Sonntag nur knapp den zehnten Platz. Für Ungarn nimmt sich der Mexikaner Punkte vor: "Ich glaube, dass wir dort gut zurechtkommen werden und will kurz vor der Sommerpause unbedingt Punkte holen. Im vergangenen Jahr kämpfte ich auf dem Hungaroring um den GP2-Titel, und ich muss zugeben, es war kein so gutes Wochenende für mich. Im ersten Rennen wurde ich Dritter, aber im zweiten Lauf hatte ich einen Unfall."

Perez mit schlechten Erinnerungen

"Der Hungaroring ist eine gute, technisch anspruchsvolle und langsame Strecke. Eine gute Traktion und Bremsstabilität sind dort sehr wichtig. Der Kurs ist physisch ziemlich anstrengend, und das Rennen hat eine tolle Atmosphäre", berichtet Perez, dem auch das Umfeld gefällt: "Budapest ist eine schöne Stadt, und ich genieße es, dort zu sein."

Mit lediglich 789 Metern ist die Gerade auf dem Hungaroring relativ kurz. Zudem gibt es viele mittelschnelle Kurven, die viel aerodynamischen Abtrieb fordern. James Key, der technische Direktor von Sauber, begründet das hohe Abtriebslevel von Budapest: "Der Hungaroring ist ein Kurs, den die Teams bestens kennen - eine langsame Strecke mit zahlreichen langsamen und mittelschnellen Kurven, die sehr fließend ineinander übergehen und keine Stop-and-Go-Charakteristik haben."

"Dort ist hoher Abtrieb erforderlich. Nicht ganz so viel wie in Monaco, aber mehr als auf den meisten andern Strecken", beschreit Key, der den Kurs mag: "Der Hungaroring polarisiert, man mag ihn gern oder gar nicht. Ich gehe auf jeden Fall gerne dorthin. Es wird auch deshalb interessant, weil wir dort erstmals seit Kanada wieder die weiche und die extra weiche Reifenmischung erhalten werden."

Überholen endlich möglich?

"Diese Reifen sollten dort gut funktionieren. Meistens sind die Temperaturen beim GP Ungarn hoch und entscheiden darüber, wie die Reifen funktionieren und wie man das Auto abstimmen muss. In der Vergangenheit war das Überholen noch schwieriger, aber Qualifying und Rennstrategie sind dort auch heute noch besonders wichtig. Falls die Temperaturen und entsprechend auch der Reifenabbau hoch sind, erwarte ich, dass man sehr unterschiedliche Strategien sehen wird", so Key.

Durch den kurzen Abstand zum Nürburgring reisen die meisten Teams ohne Updates nach Budapest, so auch Sauber: "Unser Auto ist technisch unverändert, weil ja nur eine Woche zwischen dem Nürburgring-Rennen und jenem in Ungarn liegt. Wenn die äußeren Bedingungen passen, dann könnte die Strecke unserem Auto liegen. Auf jeden Fall freuen wir uns auf dieses Rennen", schildert Key.

Fotoquelle: xpb.cc

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