Kommen gut miteinander aus: Bernie Ecclestone und Sebastian Vettel

Formel 1 2011

— 25.07.2011

Ecclestone: Vettel ist "wie Jochen Rindt für mich"

Bernie Ecclestone vergleicht Sebastian Vettel mit seinem verstorbenen Freund Jochen Rindt, sieht aber keine Ähnlichkeiten mit Michael Schumacher

Es gibt nicht viele Fahrer, die Bernie Ecclestone nahe an sich ranlässt, aber Sebastian Vettel ist zweifellos einer davon. Die beiden spielen trotz des großen Altersunterschiedes (57 Jahre) regelmäßig Backgammon und verstehen sich blendend. Ecclestone konnte auch herzhaft darüber lachen, als er vom jungen Deutschen zum 80. Geburtstag eine Rollator-Gehhilfe geschenkt bekam.

Im Interview mit den TV-Kollegen von 'Sky' verrät der Formel-1-Geschäftsführer nun erstmals, dass er sich durch Vettel an die österreichisch-deutsche Grand-Prix-Legende Jochen Rindt erinnert fühlt: "Es gibt keinen Grund, ihn nicht zu mögen", sagt er über die Popularität des Red-Bull-Superstars. "Er ist sehr ehrgeizig, ein super Kerl, ein netter Kerl, mit dem leicht auszukommen ist. In England war er kürzlich in einem TV-Programm und das kam auch sehr gut an. Er ist wie Jochen Rindt für mich. Jochen war auch so. Ihn haben die Engländer geliebt."

Rindt wurde 1970 (als erster und bisher einziger Fahrer der Formel-1-Geschichte) nach seinem tödlichen Unfall in der Parabolica-Kurve von Monza posthum Weltmeister. Mit Ecclestone hatte den gebürtigen Mainzer eine enge Freundschaft verbunden. Außerdem war der heutige Formel-1-Geschäftsführer zeitweise Rindts Manager. Viele Fahrerlager-Zeitgenossen können sich noch heute vorstellen, dass die beiden den Grand-Prix-Zirkus gemeinsam managen würden, wenn Rindt nicht so jung verstorben wäre.

In der Gegenwart sehen viele Parallelen zwischen Vettel und Michael Schumacher, die ebenfalls freundschaftlich miteinander verbunden sind. Schumacher hatte in den goldenen Ferrari-Jahren Seriensiege gefeiert und war fünfmal hintereinander Weltmeister geworden. Doch abgesehen vom überwältigenden Erfolg, der sich nun auch bei Vettel anzubahnen scheint, findet Ecclestone nicht, dass man den derzeitigen WM-Dominator mit Schumacher vergleichen kann: "Michael ist anders - nicht auf schlechte Weise, aber anders."

Außerdem wehrt sich Ecclestone gegen die Behauptung, Vettel siege die Formel 1 zu Tode: "Wenn wir heute zu einem Rennen kommen, erwarten wir, dass Sebastian auf Pole steht und das Rennen gewinnt. Das ist gut und schlecht", erklärt er. "Ich glaube nicht, dass es so schlecht ist, wie die Leute glauben, denn alle schauen zu, um zu sehen, wer ihn schlagen wird. Das ist ein bisschen wie mit Muhammad Ali im Boxen oder Tiger Woods im Golf. Die Leute mögen Champions, weil sie es mögen, wenn sie geschlagen werden."

Fotoquelle: xpb.cc

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