Im vergangenen Jahr triumphierte Mark Webber beim Grand Prix von Ungarn

Formel 1 2011

— 26.07.2011

Hungaroring: Kubica-Fans aus Polen bleiben aus

Weniger Fans aus Polen und Finnland, aber der Hungaroring lockt immer noch 85 Prozent Zuschauer aus dem Ausland an - Staat steht hinter dem Grand Prix

Nur eine Woche nach dem Grand Prix von Deutschland auf dem Nürburgring steht am kommenden Wochenende das letzte Rennen vor der vierwöchigen Sommerpause auf dem Programm. Sebastian Vettel und Co. setzen ihren WM-Kampf auf dem Hungaroring in unmittelbarer Nähe der ungarischen Hauptstadt Budapest fort .

2010 waren am Rennsonntag (auch dank des Michael-Schumacher-Effekts) rund 65.000 Zuschauer nach Budapest gekommen, 2011 erwarten die Veranstalter etwas weniger: "Dieses Jahr läuft der Vorverkauf etwas schwächer. Wir liegen um rund zehn Prozent unter dem Vorjahr", erklärt Peter Gerstl, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Ostermann. Gerstl rechnet mit 55.000 Zuschauern am Rennsonntag und rund 130.000 am gesamten Wochenende.

"Unser größtes Problem ist, dass wir 12.000 bis 14.000 Kubica-Fans aus Polen hatten", so der Veranstalter. Wegen der Verletzungspause des Renault-Piloten kommt aus dem nahe gelegenen Polen dieses Jahr "nur der harte Kern, aber die, die nur wegen Kubica gekommen sind, kommen nicht". Auch aus Finnland kamen in der Vergangenheit traditionell viele Fans, "aber dadurch, dass wir momentan nur Kovalainen haben, der nicht gerade erfolgreich ist, gehen auch die finnischen Fans zurück".

Gerstl empfiehlt für Kurzentschlossene die Kategorien Silber 3 ("Das sind sehr gute Plätze für 270 Euro") und Silber 8 ("Ein besonders günstiges Angebot") für 149 Euro für das komplette Wochenende. Bereits ausverkauft sind die Kategorien Bronze und die Red-Bull-Tribüne. Trotzdem wird es laut Gerstl "hundertprozentig nicht" passieren, dass jemand an der Tageskasse keine Karten mehr bekommt, obwohl er den Grand Prix gerne sehen würde.

Probleme wie der Nürburgring, wo die Streckenbetreiber seit Jahren einen finanziellen Überlebenskampf führen und auf die Beibehaltung der öffentlichen Subventionen angewiesen sind, hat der Hungaroring übrigens nicht. Zwar gibt Gerstl zu, dass "keiner profitabel sein kann und wir sind es natürlich auch nicht, aber wir haben nicht die gleichen Sorgen wie etwa der Nürburgring, weil der ungarische Staat davon überzeugt ist, dass der Grand Prix ein gutes Geschäft ist".

Hintergrund ist, dass die Zuschauer vor allem aus den westlichen Nachbarländern kommen und bei ihrem Besuch auch abseits der Rennstrecke Geld in Ungarn lassen: "Wir haben kaum ungarische Zuschauer. Unsere Zuschauer sind zu 85 Prozent Touristen aus dem Westen", sagt Gerstl und betont: "Für den ungarischen Staat ist der Grand Prix auf jeden Fall ein Geschäft." Zumal die Fans im nahe gelegenen Budapest auch viele Möglichkeiten haben, Geld auszugeben.

Der Hungaroring liegt nur rund zweieinhalb Stunden von der österreichischen Hauptstadt Wien entfernt. Viele Österreicher nutzen die Formel 1 daher als Aufhänger für einen Kurzurlaub, schließlich liegt auch der Plattensee mit einer Stunde Fahrzeit in unmittelbarer Nähe der Grand-Prix-Strecke.

Fotoquelle: xpb.cc

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