Die Mercedes-Fabrik in Brackley soll personell aufgestockt werden

Formel 1 2011

— 26.07.2011

Mercedes rüstet auf: 39 Mitarbeiter gesucht

Das Mercedes-Team sucht im Internet zahlreiche technische Mitarbeiter und plant offenbar eine signifikante Aufstockung der Fabrik in Brackley

Lange Zeit hat sich Mercedes damit gebrüstet, mit nur 420 Mitarbeitern (400 in der Fabrik Brackley, 20 in der Verwaltung in Stuttgart - die 400 Mitarbeiter der Motorenabteilung in Brixworth nicht eingerechnet) und dem angeblich kleinsten Budget aller Topteams auszukommen. Doch dieser rigorose Sparkurs scheint nun etwas aufgelockert zu werden.

Denn obwohl das Formel-1-Projekt im Konzern nicht unumstritten ist und der Betriebsrat immer wieder Kritik an den hohen Kosten geäußert hat, scheint Konzernchef Dieter Zetsche bereit zu sein, notfalls mehr Geld in den Erfolg zu investieren. "In letzter Zeit", so Nico Rosberg Ende Juni, "habe ich mit Ross und Norbert (Brawn und Haug; Anm. d. Red.) gesprochen und sie haben einen klaren Plan, wie sie dieses Team in der nahen Zukunft näher an die Top-3-Teams nach vorne bringen wollen."

Teamchef Ross Brawn hatte bereits in Monte Carlo im Mai erkannt: "Wir haben nicht genug technische Stärke, um mit Red Bull, Ferrari oder McLaren zu konkurrieren. Daran arbeiten wir und das passiert gerade jetzt." Konkret sind derzeit auf der offiziellen Internetseite des Teams 39 Stellenangebote geschaltet. Gesucht werden zum Beispiel Modellbauer, Aerodynamiker, mechanische Ingenieure, aber auch ein technischer Einkäufer und ein Lackierer.

Laut Informationen der 'Bild'-Zeitung soll die Fabrik in Brackley mittelfristig um insgesamt 100 Techniker aufgestockt werden. Mercedes wäre damit bei rund 500 Mitarbeitern - immer noch deutlich weniger als während der Honda-Ära (700). Koordiniert wird die Erweiterung vom Technischen Direktor Bob Bell, der seit 1. April für Mercedes tätig ist. Davor war Bell Technik- und kurze Zeit auch Teamchef beim ehemaligen Weltmeisterteam Renault.

Bell weiß um die Verantwortung, dass unter seiner Regie der Weg zurück auf die Siegerstraße gefunden werden muss, weil dem Konzern sonst irgendwann der Geduldsfaden reißen könnte. "Mercedes hat derzeit kein sehr schnelles Auto", erklärt der ehemalige Formel-1-Pilot John Watson im Interview mit 'talkSPORT', schränkt seine Kritik aber ein: "Das Fahrzeug ist im Augenblick wahrscheinlich das beste der Verfolger.

Wichtig sei ein Formanstieg auch aus einem anderen Grund: "Nico Rosberg wartet auf seinen ersten Sieg. Dieser könnte sich in Mischverhältnissen einstellen. Ob er weiterhin bei Mercedes bleibt, wird wohl davon abhängen, ob er den Eindruck hat, dass das Team das Potenzial hat, um Farbe zu bekennen", glaubt er. "Sie müssen ihre Leistung wesentlich steigern. Das ist klar. Sie müssen auf das Niveau von Red Bull gelangen."

Fotoquelle: xpb.cc

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