Lewis Hamilton ist nach seinem Sieg am Nürburgring bester Dinge

Formel 1 2011

— 27.07.2011

McLaren peilt Ungarn-Sieg Nummer zehn an

Nach dem Sieg am Nürburgring ist der Optimismus nicht nur bei Lewis Hamilton groß - 200. Grand Prix von Jenson Button

Nach den Siegesfeiern am Nürburgring konzentriert man sich bei McLaren nun auf die nächste Aufgabe, den Ungarn-Grand-Prix am kommenden Wochenende in Budapest. Und das gesamte Team reist mit einer großen Portion Optimismus an den Hungaroring. Das gilt nicht nur für Eifel-Sieger Hamilton. "Nach meinem Sieg am Sonntag am Nürburgring kann der Ungarn-Grand-Prix für mich gar nicht schnell genug kommen", sagt Hamilton. "Das Team hat am vergangenen Wochenende eine brillante Leistung gezeigt, und diesen Schwung möchte ich mit an den Hungaroring nehmen."

Doch das Rennen nördlich von Budapest wird eine ganz andere Herausforderung als das in der Eifel. "Das Wetter wird wesentlich heißer sein als am Ring, und auch der Charakter der Strecke ist anders", weiß Hamilton. "Der Hungaroring ist eine enge und kurvenreiche Rennstrecke, von der Downforce her Monaco nicht unähnlich. Und wir Fahrer haben keine Gelegenheit, uns auszuruhen. Wir müssen hinter dem Lenkrad permanent arbeiten, von daher ist es körperlich sehr anstrengend."

Er sei auf dem Hungaroring immer schon gut unterwegs gewesen, berichtet der Engländer weiter: "Ich mag den Kurs, weil er noch einer der guten alten Schule ist. Mit seinen Hügeln, Bodenwellen und wechselnd abfallenden Kurven ist er traditionell, und er hat ungemein viel Charakter. In Deutschland lagen McLaren, Ferrari und Red Bull eng beieinander. Ich bin gespannt, welches Team am kommenden Wochenende die Nase vorn hat."

Teamkollege Jenson Button verbindet ganz besondere Erinnerungen mit Ungarn. Denn hier gelang ihm 2006, damals noch für Honda, sein erster Grand-Prix-Sieg. Und in diesem Jahr wartet ein weiterer Meilenstein: Button bestreitet in Budapest seinen 200. Grand Prix: "Ich kann es nicht glauben, dass ich schon so viele Formel-1-Starts auf dem Buckel habe, denn ich fühle mich keinen Tag älter als bei meinem Debüt im Jahr 2000!"

Budapest sei eine tolle Stadt und die Strecke eine schöne Herausforderung, so Button weiter: "Das ist einer der Kurse im Kalender, auf den sich die Fahrer freuen." Er hofft, an diesem Wochenende mehr Glück zu haben, nachdem sein Rennen auf dem Nürburgring vorzeitig beendet war. Und er sieht Grund für Optimismus: "Der MP4-26 war vor ein paar Monaten in Monaco recht konkurrenzfähig. Und ich hoffe, dass es an diesem Wochenende ähnlich sein wird, denn der Hungaroring stellt zum großen Teil die gleichen Anforderungen."

Wegen des heißen Wetters ist Ungarn für die Fahrer eines der härtesten Rennen des Jahres. "Im Cockpit klettern die Temperaturen regelmäßig über 50 Grad, und wegen der vielen Kurven bist du im Cockpit permanent den G-Kräften ausgesetzt", schildert Button. "Es ist heftig, aber das ist definitiv eine Strecke, auf der sich all das Training bezahlt macht."

Laut Teamchef Martin Whitmarsh haben "alle im Team Lewis' Sieg am Nürburgring ausgiebig genossen", doch die Konzentration gelte bereits dem Ungarn-Grand-Prix an diesem Wochenende: "Bei Back-to-Back-Rennen kann man sich den Luxus, zurückzublicken, nicht leisten. Der Blick darf sich nur nach vorn richten!"

"Der Hungaroring ist die langsamste permanente Strecke im Formel-1-Kalender und technisch eine tolle Herausforderung. Die Autos fahren mit maximaler Downforce, und sie müssen in der Lage sein, die Bodenwellen und die hohen Randsteine rund um die Strecke schlucken zu können", so Whitmarsh weiter.

Neunmal konnte McLaren auf dem Hungaroring bereits gewinnen, öfter als jedes andere Team. "Und diese Bilanz wollen wir am Sonntag ausbauen", kündigt Whitmarsh an. "Lewis hat am Nürburgring bewiesen, dass er im Moment ganz vorn dabei ist. Er war im Qualifying und auch im Rennen perfekt unterwegs. Und wenn er in einer solchen Form ist, dann ist er kaum zu schlagen. Jenson hatte in den vergangenen paar Rennen Pech. Aber er ist mental stark, und er weiß, dass sich das Blatt wenden wird. Er ist in diesem Jahr sehr gut gefahren, und es liegt an uns, ihm ein Auto hinzustellen, das seinem Können würdig ist."

McLaren feiert an diesem Wochenende gleich zwei Meilensteine: " Zum einen ist es Jensons 200. Grand Prix. Dass man sich so lange in der Formel 1 hält, ist zu würdigen, denn die Formel 1 ist kein Wohlfahrtsunternehmen", so Whitmarsh. "Zum anderen ist dies der 100. Grand Prix des Mercedes 2,4-Liter-V8-Motors, den wir seit der Einführung dieses Reglements 2006 einsetzen."

Fotoquelle: McLaren

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