Die Bestzeit ging am Vormittag in Budapest an Lewis Hamilton

Formel 1 2011

— 29.07.2011

Ungarn-Startschuss: Hamilton mit erster Bestzeit

Lewis Hamilton sichert sich nach dem Nürburgring-Sieg auch die Bestzeit in der ersten Session in Ungarn: Vettel und Alonso nahe dran, Abflug von Webber

Hat McLaren die Formel-1-Hackordnung nun nachhaltig verändern können? Lewis Hamilton präsentierte sich wenige Tage nach seinem Sieg beim Grand Prix von Deutschland auch zum Auftakt in Ungarn in bärenstarker Form. Der Brite holte sich bei - für Budapest-Verhältnisse - kühlen Temperaturen um 20 Grad am Freitagmorgen die erste Bestmarke des Wochenendes.

Hamilton absolvierte seine schnellste Runde auf dem Hungaroring in 1:23.350 Minuten und war somit um 0,214 Sekunden schneller als Sebastian Vettel. Die Red-Bull-Mannschaft hatte in der ersten Session einige Probleme. Vettel fuhr mit einer bandagierten rechten Hand, die ihm offenbar leichte Schmerzen bereitet, bei wenig Grip musste der Deutsche außerdem mehrfach die Auslaufflächen nutzen.

Während sich der Weltmeister mit dem unruhig liegenden RB7 immer wieder retten konnte, schlug sein Teamkollege Mark Webber (4./1:23.666 Minuten) rund 20 Minuten vor dem Ende des Trainings recht heftig ein. Der Australier war in einer Bremszone auf den Randstein und den dahinter liegenden feuchten Rasenstreifen gekommen und abgeflogen. Beim Einschlag in die Barrieren wurde der Wagen an der Front arg demoliert.

Kein Grip, keine Balance

Immer wieder rutschten die Piloten mit ihren Autos am Freitagmorgen über den Streckenrand hinaus. Die Piste bot nach den Regenfällen vom Donnerstag kaum Grip, außerdem nutzten alle Piloten jeweils nur einen Reifensatz, dessen Haftung allerdings nach vielen Runden mit oft starkem Untersteuern zum Ende der Session deutlich nachließ. Die neu asphaltierten Auslaufzonen bekamen also reichlich Besuch.

Bei McLaren spulte man zu Beginn des Trainings erneut Vergleichstests ab. Hamilton und sein Teamkollege Jenson Button (5./1:23.772) probierten die neue Version des Heckflügels aus, bauten jedoch beide schnell wieder auf den alten Stand zurück. Das britische Team hat das neue Bauteil offenbar noch nicht gut auf die restliche Aerodynamik des Fahrzeuges abstimmen können.

Auch bei Ferrari probierte man neue Entwicklungen aus. Am Auto von Felipe Massa (6./1:24.115) nutzte man Signalfarbe am Heckflügel, um den Luftfluss zu verdeutlichen. Bei dessen Teamkollegen Fernando Alonso (3./1:23.642) gab es zu Beginn sogar ein kleines Feuer in der Airbox, das aber keinen größeren Schaden anrichtete. Ferrari scheint aber das Niveau der vergangenen Wochen halten zu können.

Vier Teams im Mittelfeld

Hinter den drei Topteams reihten sich die Mannschaften von Mercedes, Sauber, Renault und Force India ein. Nico Rosberg und Michael Schumacher kamen mit ihren deutschen Silberpfeilen auf die Plätze sieben und acht. Vor allem der Rekordweltmeister klagte jedoch über Gripmangel. Während Schumacher heftiges Untersteuern ausmachte, beobachtete das Team auf der Telemetrie eher das Gegenteil...

Der Rückstand der beiden Mercedes-Piloten lag bei rund einer Sekunde auf die Spitze, Sergio Perez (Sauber/1:24.620) folgte dahinter als Puffer zum besten Renault von Witali Petrow, der bereits 1,7 Sekunden Rückstand auf Hamilton verbuchte. Bei Renault experimentierte man wieder einmal mit dem Auspuff, Testpilot Bruno Senna (15./1:25.855) kämpfte heftig mit Gripmangel, brachte das Auto aber heil zurück. Am Nachmittag wird Nick Heidfeld fahren.

Force-India-Tester Nico Hülkenberg schaffte es am Freitagmorgen auf Platz 13. Der Deutsche war nur einen Hauch langsamer als Stammpilot Paul di Resta. Timo Glock (Marussia-Virgin) landete nach 30 Umläufen auf Platz 21. Der Hesse nahm seinem Teamkollegen Jerome D'Ambrosio fast eine halbe Sekunde ab, lag aber deutlich hinter Lotus. Am Nachmittag wird man wohl erste Tests mit den superweichen Pirellis sehen. Es sei denn, der befürchtete Regen zieht tatsächlich zum Hungaoring.

Fotoquelle: xpb.cc

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