Sebastian Vettel meldete sich am Samstagvormittag mit der Bestzeit zurück

Formel 1 2011

— 30.07.2011

Nach Nachtschicht: Vettel schlägt zurück

Sebastian Vettel meldet sich am Samstagmorgen zurück an der Spitze: Bestzeit im dritten Freien Training vor Fernando Alonso und Jenson Button

Die Formel 1 bietet derzeit an der Spitze einen tollen Dreikampf. Dies wurde auch im dritten Freien Training am Samstagmorgen in Ungarn wieder einmal deutlich. Bei herrlich sonnigen Bedingungen und angenehmen Werten um 22 Grad konnte Red Bull wieder mehr Tempo aufnehmen, aber die Konkurrenz von Ferrari und McLaren ist nicht weit weg. Die Qualifikation wird spannend.

Red Bull hatte nach einem mäßigen Freitag eine Nachtschicht eingelegt, an den Autos einige Veränderungen vorgenommen. Das zahlte sich sichtbar aus. Sebastian Vettel konnte auf Anhieb mit der härteren Mischung an die Spitze fahren, sicherte sich im Schlusssprint mit den superweichen Pneus in 1:21.168 Minuten die Bestzeit der Session. Aber: Der Champion war dabei langsamer als Lewis Hamilton (7./1:22.667) am Tag zuvor.

Dies lag einerseits an den höheren Streckentemperaturen, andererseits am Wind, der am Morgen deutlich stärker blies als am Vortag. Dies hatte Konsequenzen. Bei der Zufahrt zur Schikane wurden die Fahrzeuge vom Rückenwind angeschoben. Viele Piloten mussten geradeaus fahren, sich erst einmal einen neuen Bremspunkt suchen. Womöglich passte bei einigen auch die Getriebeübersetzung nicht mehr zu den Bedingungen.

Auffällig war, dass Red Bull im Mittelsektor mit seinen etwas schnelleren Kurven viel gutmachen konnte. Am Freitag war dies eindeutig Ferrari-Land gewesen, am Samstagmorgen konnte aber zumindest Vettel auch dort mithalten. Die anderen beiden Sektoren sind die Stärke von McLaren und Red Bull. Hinter Vettel konnte Fernando Alonso mit seinem besten Umlauf in 1:21.469 Minuten auf Platz zwei fahren.

Der Spanier hatte dabei aber noch Reserven. Einerseits gab es kleine Rutscher bei der Fahrt, zusätzlich erschwerte Verkehr den Run. Jenson Button (3./1:21.639) war am Morgen der schnellere der beiden McLaren-Piloten. Dies lag daran, dass Lewis Hamilton mit seinem Satz superweicher Reifen keine saubere Runde hinbekam. Der Champion von 2008 rutschte gleich in der ersten Kurve zu weit heraus. Mehr als eine schnelle Runde geben die Pneus kaum her.

Bei allen Teams das gleiche Bild: Ein Pilot mit sauberem Umlauf, der andere mit leichten Problemen. Ähnlich wie bei Hamiltn gab es auch für Mark Webber (4./1:21.645) und Felipe Massa (5./1:22.002) einige Problemchen bei der Schlussattacke. Insgesamt ist aber klar, dass die drei Topteams kaum Konkurrenz von anderer Seite zu erwarten haben. Einzig Mercedes-Pilot Nico Rosberg (6./1:22.534) konnte halbwegs mithalten.

Dessen Teamkollege Michael Schumacher verlor auf den superweichen Reifen eine halbe Sekunde im teaminternen Vergleich und landete schließlich auf Rang acht. Witali Petrow (9./1:23.175) signalisierte eine kleine Verbesserung im Lager von Renault. Bei Teamkollege Nick Heidfeld wurde lange Zeit am Auto gearbeitet. Der Deutsche kam hinter Paul di Resta (Force India) am Ende auf Platz elf. Er klagte über Bremsprobleme.

Adrian Sutil verlor im dritten Training sieben Zehntelsekunden auf seinen Teamkollegen und kam nur auf Rang 16. Problematisch wird das restliche Wochenende womöglich für Timo Glock. Der Marussia-Virgin-Pilot erwischte mit den superweichen Reifen keinen guten Run, wurde nur Vorletzter. Beide HRTs und beide Marussia-Virgins schafften erneut nicht die 107-Prozent-Marke. Glock kann nur hoffen, dass die Topteams in Q1 mit den Prime-Reifen nicht allzu schnell sind.

Fotoquelle: xpb.cc

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