Fernando Alonso ist mit der Sicherheit in Ungarn bestens zufrieden

Formel 1 2011

— 30.07.2011

Hungaroring: Sicherheit in der Diskussion

Der Unfall von GP3-Pilot Luciano Bacheta und die vielen Rutscher in der letzten Kurve sorgen für Diskussionen um die Sicherheit auf dem Hungaroring

Für viele Piloten gab es am Freitag im ersten Freien Training auf dem Hungaroring eine Überraschung. Ausgerechnet die wichtige letzte Kurve des Kurses, die auf die lange Start-Ziel-Gerade und damit in die DRS-Zone führt, bietet nahezu gar keine Haftung. In bislang allen Sessions rutschten die Fahrzeuge dort wild durch die Ecke, im Cockpit war zumeist Schwerstarbeit angesagt.

"Die Hälfte davon wurde neu asphaltiert, während der Rest gleich geblieben ist. Im Vorjahr hatte man mit den Bridgestone-Reifen am Kurveneingang keinen Grip, aber extrem viel Haftung auf dem alten Belag. Jetzt ist es genau umgekehrt", wundert sich Timo Glock. "Es scheint, dass das den Reifen abreibt. Bei einem Trockenrennen wird es viel Pickup geben", so der Deutsche. "Im Regen wäre es etwas einfacher."

"Ich hoffe, dass die FIA etwas unternehmen wird", meint Felipe Massa mit Blick auf die Sicherheit. Der Brasilianer macht sich nicht erst seit seinem schlimmen Unfall in Ungarn 2009 für Verbesserungen stark. "Man kann hier bei der Sicherheit viel tun", sagt der Ferrari-Pilot. Die Piloten nutzten die Fahrerbesprechung mit dem FIA-Delegierten Charlie Whiting, um ihre Bedenken vorzubringen. Auch Michael Schumacher brachte sich entsprechend ein.

Allerdings ist das Formel-1-Fahrerlager mal wieder gespalten. Nicht alle Piloten sehen sich potenziell in großer Gefahr. "Ich weiß nicht, ob man da etwas ändern sollte. Das kann für ein spannendes Rennen sorgen", schmunzelt Jenson Button. "Wenn in der letzten Kurve jemand einen Fehler macht, dann ergibt sich für den Verfolger eine schöne Chance, auf der Geraden zu überholen." Auch Fernando Alonso meint: "Kein Problem."

An drei Stellen haben die örtlichen Betreiber zum Grand Prix 2011 die bisherigen Kiesbetten durch asphaltierte Auslaufzonen ersetzt - aber nicht überall. Beispiel Kurve 10: Dort hätte GP3-Pilot Luciano Bacheta eine solche Fläche am Freitag im Training gut gebrauchen können. Der RSC-Mücke-Pilot war in diesem Bereich von der Strecke abgekommen, am Reifenstapel aufgestiegen und kopfüber auf der Leitplanke gelandet . Riesenglück, dass Bacheta nicht mit dem Helm anschlug.

"Wie in Monaco stehen auch hier die Leitplanken manchmal ganz schön nahe an der Strecke. Das kann man sicher noch etwas besser machen. Wir sollten da in unserem Bemühungen nicht nachlassen", mahnt Sergio Perez, der ganz genau weiß, wie hart der Einschlag sein kann. Der Mexikaner war nach seinem furchtbaren Crash in Monaco für zwei Rennen außer Gefecht. "Ein ganz heftiger Abflug, bei dem ich viel Glück brauchte", sagt er.

Doch Sicherheit soll keine Glückssache sein. "Beim GP3-Crash müssen sie untersuchen, warum sich das Auto überschlagen hat. Vielleicht müssen sie dort die Auslaufzone asphaltieren", meint Glock. "Und bessere Leitplanken montieren", fügt Massa hinzu. Die Reifenstapel waren beim Aufprall aus der Verankerung gerissen worden, auch die Haltebänder um die Stapel hielten nicht komplett.

"Wir haben mit Charlie Whiting darüber gesprochen. Generell über die Sicherheit der Strecke, aber speziell auch über die Kurve, wo der Crash war. Der Unfall war sehr ungewöhnlich. Der schlägt in die Reifenstapel ein und der Verbindungsriemen fliegt einfach weg", schildert Button. Aber er meint: "Generell ist die Sicherheit hier sehr gut. Wir haben keinen Grund, Verbesserungen irgendeiner Art zu fordern."

Auch beim Thema Reifenstapel, Leitplanken und Kurve zehn ist Alonso der gleichen Meinung wie der McLaren-Kollege. "Der Hungaroring ist natürlich keine Strecke der modernen Generation, sondern mehr ein Gokart-Kurs. Es macht Spaß, aber die Sicherheit kann nicht so sein wie auf modernen Anlagen", erklärt der Spanier.

Fotoquelle: xpb.cc

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