Sebastian Vettel kann sich auch über den zweiten Rang freuen

Formel 1 2011

— 31.07.2011

Red Bull: Die Konkurrenz war wieder stärker

Obwohl Sebastian Vettel den Sieg zum dritten Mal in Folge verpasste, kann das Team mit dem Rennen auf dem Hungaroring zufrieden sein

Zum dritten Mal in Folge musste sich der erfolgsverwöhnte Sebastian Vettel der Konkurrenz geschlagen geben. Unter wechselhaften Bedingungen erwies sich das McLaren-Mercedes-Teams als stärker. Nur ein nicht reibungsloses Rennen verhinderte einen Doppelsieg des Teams, sodass sich Vettel auf dem Hungaroring den zweiten Rang hinter Jenson Button sichern konnte. Teamkollege Mark Webber kam beim Großen Preis von Ungarn lediglich auf Position fünf ins Ziel.

"Auf dem ersten Abschnitt des Rennens hatte ich auf den Intermediates etwas zu kämpfen", so Vettel. "Lewis war etwas schneller, und dann bin ich in die zweite Kurve zu tief hineingefahren. Es war ziemlich schwierig. Er machte intensiv Druck, und ich versuchte, am Limit zu fahren. Dann bemerkte ich, dass es zu spät sein würde, öffnete die Lenkung, denn ich wusste, dass die weißen Linien und die grüne Farbe danach sehr rutschig sein würden. Es ist also schnell passiert, dass man sich dreht. Also verlor ich die Führung."

"Danach trocknete der Asphalt ab. Ich denke, dass ich vielleicht eine Runde früher an die Box hätte kommen können. Ich fuhr dann auf dem superweichen Reifen. Zu Beginn fühlte ich mich ganz gut, aber dann ließen die Reifen deutlich nach. Ich denke, dass dies bei uns allen der Fall gewesen war."

"Im letzten Abschnitt des Rennens fühlte ich, dass ich im Auto mehr Geschwindigkeit habe. Aber bei noch 20 verbleibenden Runden war es schwierig zu wissen, wie hart es gegen Ende sein würde, also konnte ich nicht so viel Druck machen, wie ich dies gerne gemacht hätte."

"Der zweite Rang ist jedoch immer noch ein wichtiger Schritt. Die McLaren sind unter allen Bedingungen stark, und es ist klar, dass sie in den vergangenen zwei Rennen nun einen Schritt nach vorn gemacht haben. Wir müssen sicherstellen, dass wir beim kommenden Rennen wieder stark zurückkehren."

"Es war ein gutes Rennen, ein großer Genuss", so Webber. "Ich traf die richtige Entscheidung, wechselte zum richtigen Zeitpunkt auf die Slicks. Aber als der Regen kam, dachte ich, dass er stärker werden würde. Also wechselte ich auf die Intermediates, aber der Regen kam dann nicht."

"Das Team sagte nicht allzu viel über den Regen. Ich dachte aus diesem Grund, dass es ein etwas überraschender Schauer ist. Aber ich fällte die Entscheidung, auf die Intermediates zu wechseln. Für Lewis und mich ging dieser Schachzug nicht auf. Rückblickend sieht das etwas dumm aus, wenn die Strecke abtrocknet, aber wenn es ein paar weitere Minuten stark genug geregnet hätte, dann wäre es der richtige Reifen gewesen."

"Es ist also ein schmaler Grat, auf dem man sich manchmal im Spiel befindet. Ich habe mit der von mir gefällten Entscheidung kein Problem. Ich habe sie gefällt, und das Team hat dieses Wochenende gute Arbeit geleistet."

"Das war heute ein wirklich schwieriges Rennen, besonders angesichts der Bedingungen", so Teamchef Christian Horner. "Zu Beginn führten wir das Rennen an. Aber dann wurde Lewis sehr schnell, und wir fielen ein paar Plätze hinter den McLaren zurück. Wir begannen uns dann wieder zu erholen und Geschwindigkeit aufzunehmen und führten ein paar gute Boxenstopps durch."

"Der entscheidende Punkt war es gewesen, für den letzten Stopp bis zum Ende des Rennens den härteren Reifen zu verwenden, was Sebastian in wirklich gute Form brachte."

"Dann setzte der Regen ein, und ein paar Runden lang war es knapp, ob man auf der Strecke bleiben oder an die Box kommen sollte. Ein paar Runden waren die Intermediates die richtige Wahl, und Mark entschied sich dazu, für sie an die Box zu kommen. Wir entschieden uns, die mutige Entscheidung einzugehen, Sebastian auf der Strecke zu lassen. Schlussendlich war das die richtige Entscheidung, der Regen ließ nach und der zweite Platz ist für ihn ein positives Ergebnis."

"Mark verlor durch den vorletzten Stopp auf Intermediates leider ein paar Plätze. Ohne diese Situation würde er heute auf dem Podium stehen, was schade ist. Aber in diesen Bedingungen gibt es keine Kristallkugel, es hätte die Entscheidung sein können, mit der er das Rennen gewonnen hätte."

"Es war frustrierend, in der Schlussphase eine Position an Lewis zu verlieren, als zu Überrundende nicht wirklich eine Hilfe waren. Aber Mark war in den letzten sieben Runden wirklich sehr stark."

"Das Team macht sich nun auf den Weg in die Sommerpause. Da haben wir alle die Möglichkeit, eine wohl verdiente Pause einzulegen, bevor wir wieder voll revitalisiert Ende August in Spa in das nächste Rennwochenende gehen."

"Das ist heute ein gutes Ergebnis", so Cyril Dumont von Renault. "Angesichts der wechselhaften Bedingungen hätte das viel schlechter ausgehen können. Am Auto von Sebastian hatten wir während des Rennens am Motor ein kleines Problem. Es war nicht lange Zeit vorhanden, aber wir werden untersuchen, was während dieser Phase passiert ist, da es definitiv ein Problem gab. Hierfür entschuldigen wir uns beim Team."

"An der Motorenfront gab es am Auto von Mark keine Probleme. Aber unglücklicherweise verlor er beim Boxenstopp für Intermediates ein paar Plätze. Es war dennoch ein positives Wochenende, und wir haben in beiden Meisterschaften wichtige Punkte geholt."

Fotoquelle: xpb.cc

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