Nick Heidfeld hatte bei seinem erneuten Feuer Glück im Unglück

Formel 1 2011

— 31.07.2011

Keine Sicherheitsbedenken nach Heidfeld-Feuer

Renault verabschiedet das Front-Auspuffsystem mit einem spektakulären Feuer, FIA und Nick Heidfeld sehen aber kein Sicherheitsproblem

Das spektakuläre Feuer am Renault von Nick Heidfeld sorgte nach dem Grand Prix von Ungarn in Budapest noch für Diskussionen. Denn weil ein ähnlicher Zwischenfall schon in Barcelona aufgetreten war, vermuten Experten, dass es mit dem unkonventionellen Front-Auspuffsystem des R31 ein Sicherheitsproblem geben könnte.

Ein Front-Auspuffsystem birgt bekanntermaßen Risiken, die nicht zu vernachlässigen sind. So muss man die brandheißen Auspuffgase an Benzintank und Fahrercockpit vorbei nach vorne leiten. Außerdem führen die Auspuffrohre an KERS vorbei, wo ohnehin durch die Batterien schon ein gewisses Hitzepotenzial vorhanden ist. Das kann zu kritischen Hitzeschäden führen, etwa zu Überhitzungen der Kohlefaser-Karosserie.

Vier Sekunden länger an der Box

Auslöser für das heutige Feuer war ein marginal verlängerter zweiter Boxenstopp. Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' wurde Heidfeld via Funk nicht darüber informiert, dass es eine längere Standzeit geben könnte, sodass er - zum Losfahren bereit - bereits auf dem Gas stand. Dadurch wurden heiße Auspuffgase entwickelt, die wegen des fehlenden Fahrtwinds nicht gekühlt wurden.

Der Zwischenfall sei "viel furchterregender" als Barcelona gewesen, schildert der Deutsche: "In Barcelona habe ich nach links geschaut, sah ein kleines Feuer und hatte Zeit zum Anhalten. Diesmal schaute ich geradeaus, sah das Feuer und es wurde heiß. Ich habe die Temperatur wirklich gespürt. Es war schon ein bisschen furchterregend, was es in Barcelona eigentlich nicht war."

Offenbar haben sich FIA-Vertreter bei Renault nach dem Zwischenfall erkundigt, um generelle Sicherheitsbedenken ausschließen zu können. Eine Untersuchung wurde aber nicht eingeleitet. Auch Heidfeld ist in punkto Sicherheit unbesorgt: "Ich mache mir Sorgen wegen der Pace, aber nicht wegen der Sicherheit." Obwohl es "eine kleine Explosion links" gab, "als ich gestanden bin. Ich weiß nicht genau, was es war."

Neuer Auspuff steht schon bereit

Renault hat ohnehin vor, sich ab Spa-Francorchamps (erster Grand Prix nach der bevorstehenden Sommerpause) vom Front-Auspuffsystem zu verabschieden. Stattdessen soll eine konventionelle Heckvariante zum Einsatz kommen, wie sie Heidfeld schon am Nürburgring getestet hat. Unabhängig davon plant das französische Team ein letztes wirklich großes Update für diese Saison.

Das macht Spa-Francorchamps zum Schlüsselrennen: "Es muss funktionieren. Wir sagen nun schon seit einigen Rennen, dass wir das Problem verstehen und vorankommen", zeigt sich Heidfeld selbstkritisch und verweist auf die zuletzt eher im Detail gelegenen Modifikationen. "Spa ist ein sehr wichtiges Rennen für uns. Wenn das nicht funktioniert, dann haben wir ein Problem. Hoffen wir das Beste."

Fotoquelle: xpb.cc

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