Bei den Boxenstopps in der Formel 1 muss jeder Handgriff perfekt passen

Formel 1 2011

— 06.08.2011

Heidfeld über seine Aufgaben beim Boxenstopp

Die Boxenstopps dauern in der modernen Formel 1 keine drei Sekunden - Die Fahrer müssen in dieser entscheidenden Phase des Rennens einiges beachten

Die Boxenstopps sind ein essentielles Element in der Formel 1. Seit man nicht mehr nachtanken darf, hat sich die Aufmerksamkeit auf die Reifenwechsel geschoben. Die Mechaniker stehen noch mehr unter Druck, denn jede Hundertstelsekunde kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. Um die drei Sekunden ist zur Standardzeit geworden. "Es geht immer beim Boxenstopp hoch her, weil es auch eine Inkonstante ist", sagt Renault-Pilot Nick Heidfeld.

"Du bist vorher 20 oder 30 Runden gefahren. Wenn du eine Qualirunde fährst, dann ist der Puls auch hoch. Aber über die Distanz kommst du irgendwann in einen Rhythmus, musst dann nicht mehr so angespannt sein. Du weißt halt, was du zu erwarten hast. Beim Boxenstopp ist es halt nichts, was du gerade 25 Mal gemacht hast." Während die Mechaniker hektisch arbeiten und jeder Handgriff sitzen muss, muss auch der Fahrer einiges beachten.

Wichtig ist das genaue Anfahren, denn wenn der Fahrer nicht ideal in seiner Box steht, müssen die Mechaniker sich bewegen und nachziehen. Dabei geht schon wertvolle Zeit verloren. Wie schwierig ist es, ein Formel-1-Fahrzeug zentimetergenau einzuparken? "Wie fast alle Teams haben wir einen Mechaniker mit einem roten Handschuh, der die Position markiert."

"Das muss man am Wochenende üben, aber es klappt gut", sagt Heidfeld. "Ich verlasse mich beim Herausfahren auf die Ampel, das funktioniert auch ganz gut. Ich schaue allerdings immer auch nochmal nach links." Es kommt immer wieder vor, dass ein Fahrer losgeschickt wird, obwohl ein Auto in der Boxengasse fährt. Dafür gibt es in der Regel eine Geldstrafe für das Team.

Wenn Heidfeld stillsteht und rund um ihn herum gearbeitet wird, muss der Deutsche auch einiges beachten. "Du legst vorher schon die neutrale Stufe ein. Du musst viel vorher erledigt haben, weil diese drei Sekunden so kurz sind. Beim Hereinrollen ziehe ich die Kupplung. Wenn ich stehe, gehe ich schon schnell wieder in den ersten Gang, weil danach musst du die Drehzahl und die richtige Kupplungsposition suchen. Drei Sekunden - danach geht es schon wieder weiter."

Mit neuen Reifen muss auch die Bremsbalance verändert werden. "Ja, aber das mache ich während der Fahrt. Dafür habe ich beim Durchfahren der Boxengasse ausreichend Zeit." Deshalb sieht man die Fahrer in der Onboard-Kamera Knöpfe drücken und Schalter verstellen, während sie mit dem Geschwindigkeitsbegrenzer die Boxengasse entlang rollen.

Fotoquelle: xpb.cc

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