Fernando Alonso fühlt sich bei Ferrari sehr wohl und bleibt bis mindestens 2016

Formel 1 2011

— 07.08.2011

Alonso: "Ich war noch nie so stark"

Fernando Alonso zieht eine Saisonbilanz und stellt sich Themen wie der eigenen Leistung, Michael Schumachers Ära und möglichen Teamkollegen

Ferrari und Fernando Alonso sind spätestens seit Silverstone in der Saison 2011 angekommen. Nachdem man den Saisonstart regelrecht verschlafen hatte, ist das aktuelle Auto mittlerweile konkurrenzfähig. Vier aufeinanderfolgende Podestplätze von Fernando Alonso belegen das. Nachdem Stefano Domenicali der bisherigen Teamleistung auf einer Skala bis zehn eine sechs plus gegeben hat, zieht nun auch Alonso eine kleine Bilanz.

Der Spanier beurteilt die Saison mit einer sieben und begründet: "Eine neun oder zehn kann man denjenigen ausstellen, die in der Meisterschaft führen sind. Für uns war es aber bisher keine allzu schlechte Saison. Sicher war der Beginn schwierig. Wir hatten uns einen besseren Start gewünscht, haben es aber nicht hinbekommen."

Tiefpunkt China

"In China hatten wir unseren Tiefpunkt. Da waren wir nicht nur hinter McLaren und Red Bull sondern auch noch hinter Mercedes und Renault, die zu dem Zeitpunkt bereits zwei Podestplätze eingefahren hatten. Darauf haben wir aber gut reagiert. Uns fehlt es noch ein kleines bisschen in allen Bereichen", bilanziert der Ferrari-Pilot.

Die Situation ähnelt der vom Vorjahr, als Alonso Mitte der Saison kräftig aufholen konnte. Dieses Jahr hat er einen Vorteil: In seinem zweiten Jahr bei den Roten kennt er die Abläufe besser und fühlt sich heimischer: "Ich fühle mich mehr als ein Teil des Teams als noch vor einem Jahr. Ich denke, dass ich fahrerisch noch nie so stark war", so der WM-Vierte.

Bedingt durch die mageren Ergebnisse in den ersten Rennen, rollten bei Ferrari Köpfe. Das Team wurde besonders im technischen Bereich stark umstrukturiert. Seitdem erkennt man einen Aufwärtstrend. "Ich denke, was getan wurde, war sehr positiv. Man ändert die Dinge nicht, weil man nur eine Veränderung sucht, sondern weil man etwas verbessern möchte", erläutert Alonso.

"Ich fühle, dass da ein größerer Wille da ist, sich zu verbessern und bei einigen Entscheidungen mutig zu sein. Das Optimismusgefühl und die Entschlossenheit sind gestiegen. Wir arbeiten mit einer Menge Kreativität und hoffen, dass das Auto eine Überraschung sein wird. Aber am wichtigsten ist, dass es schnell sein wird", erklärt der 30-Jährige und merkt an: "Auch dieses Jahr haben wir Autos gesehen, die sehr interessant und extrem durchdacht waren und dann keine Resultate gebracht haben."

Die Ära Schumacher

Domenicalis Aussage, dass sich Alonso schneller ins Team eingelebt hat als Michael Schumacher seiner Zeit, hat beim Spanier für Sprachlosigkeit gesorgt. "Es ist sehr schwierig, das zu wiederholen, was Michael geschafft hat. Die Umstände sind anders als vor zehn Jahren. Ich erlebe gerade die besten Jahre meiner Karriere und das macht mich sehr optimistisch für die Zukunft", berichtet die aktuelle Nummer eins bei Ferrari.

Ein Cockpit im Traditionsteam ist nach wie vor sehr beliebt. Egal ob Jenson Button, Lewis Hamilton oder Sebastian Vettel, alle liebäugeln sie früher oder später mit Ferrari. Das erkennt auch Alonso: "Alle wollen für Ferrari fahren. Einige geben es offen zu, andere leugnen es. Ich fühle mich dadurch noch privilegierter, denn ich bin bei Ferrari und werde es noch viele Jahre lang sein, mindestens bis Ende 2016."

In der Konstrukteurswertung liegt Ferrari mit 215 Punkten hinter Red Bull und McLaren. Teamintern hat Alonso seine Vormachtstellung klargemacht. Er liegt nach Punkten mit 145 zu 70 klar vor Felipe Massa. "Ich bin sehr glücklich, Felipe als Teamkollegen zu haben. Wir arbeiten gut zusammen. Wenn der Tag kommt, an dem jemand anderes zu Ferrari kommt, dann wäre das aber auch kein Problem für mich, selbst wenn es Hamilton wäre", so Alonso.

Fotoquelle: Ferrari

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