Pirelli will in Zukunft nicht mehr die härteste Reifenmischung einsetzen

Formel 1 2011

— 07.08.2011

Pirelli schickt die harte Mischung ins Museum

Pirelli wird in Zukunft nicht mehr auf die harte Reifenmischung setzen - Stattdessen wird der mittlere Pneu die neue harte Mischung

Nachdem Pirelli die Reifenmischungen fr die kommenden drei Rennen bekannt gegeben hat, ist weiterhin offen, welche Sorten beim Saisonendspurt zur Verfgung stehen werden. Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery hat nun verraten, dass sehr wahrscheinlich nicht mehr mit der hrtesten Mischung gefahren wird, die Ferrari in Barcelona so viele Probleme bereitet hatte. Aller Voraussicht nach wird diese Mischung auch im kommenden Jahr nicht zum Einsatz kommen und ins Museum wandern. Dafr mchte Pirelli den aktuellen Medium-Reifen als hrtere Variante nominieren und zwischen dieser und der weichen Mischung einen neuen Pneu einfhren.

"Ich glaube nicht, dass wir den harten Reifen wieder sehen werden. Wahrscheinlich ist er zu hart. Die mittlere Mischung ist fr die kommenden aggressiven Kurse robust genug", wird Hembery von 'Autosport' zitiert. "Ich glaube also nicht, dass wir die hrtere Route whlen werden." In der kommenden Saison wird es einen vernderten Hinterreifen geben, der mehr Auflageflche und somit eine bessere Traktion bieten soll.

Auch bei den Mischungen wird es eine Vernderung geben. "Wahrscheinlich wird die mittlere Mischung im kommenden Jahr die harte werden. Vielleicht bauen wir etwas zwischen den Mischungen weich und mittel. Wir wollen zwischen den Reifen einen Unterschied von einer Sekunde haben. Der Abstand zwischen den superweichen und weichen Reifen ist perfekt, weil man einen Zeitgewinn von einer Sekunde hat, aber man einen klaren Verschlei und ein Limit beim Einsatz hat", findet Hembery. Diese beiden Varianten sind zuletzt auf dem Hungaroring gefahren worden.

"Wenn wir das beim neuen mittleren und beim neuen harten Reifen kopieren knnten, dann sind wir gut aufgestellt." Auch in Zukunft will Pirelli nicht zwingenderweise zwei benachbarte Mischungen liefern, sondern eine grere Bandbreite auswhlen. "Wir mssen das tun, weil die kommenden Kurse sehr unterschiedlich sind. In Singapur gibt es noch zustzlich das Fragezeichen nach dem Wetter. In der Nacht ist es dort noch sehr hei. Es ist eine bizarre Situation und wird faszinierend."

Unter dem Strich ist Hembery mit der bisherigen Saison aus Pirelli-Sicht zufrieden. "Pirelli muss erfreut sein, denn das Team hat einen tolle Job gemacht. Wir hatten eine kurze Vorbereitungszeit und limitierte Testmglichkeiten. Wenn man all das bedenkt, dann haben wir ein tolles Produkt zur Verfgung gestellt und fr etwas mehr Spektakel an den Wochenenden gesorgt."

Fotoquelle: xpb.cc

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