Gefahr droht: Force India setzt zum Überhol-Manöver gegen Mercedes an

Formel 1 2011

— 10.08.2011

Mercedes und Red-Bull-Konzept nicht kompatibel?

Mercedes versucht seit Silverstone, Adrian Neweys Red-Bull-Konzept zum Arbeiten zu bringen, doch die Silberpfeile kommen nicht vom Fleck

Es ist wie verhext: Seit Silverstone versucht Mercedes das letzte groe Update am MGP W02 zu verstehen, doch die Techniker finden keinen grnen Zweig. Sie verlegten den Auspuff nach Red-Bull-Manier zu den Hinterrdern. Das Ziel: Das Auto wird hinten angestellt, die Front senkt sich ab, sorgt fr mehr Abtrieb. Der Auspuff soll den angestellten Diffusor seitlich abdichten, um den Saugeffekt zu wahren.

Doch noch ist unklar, ob der MGP W02 und das Red-Bull-Erfolgsrezept berhaupt kompatibel sind. 'Auto motor und sport' zitiert ein Teammitglied: "Das Auto ist mit so vielen grundstzlichen Mngeln behaftet, dass die nicht mehr vollstndig zu beheben sind." Das Problem ist der kurze Radstand des Boliden. "Mit vollem Tank liegt der Schwerpunkt hher", gibt Teamchef Ross Brawn gegenber 'auto motor und sport' den Nachteil des Anstellens zu. "Das hat einen greren Reifenverschlei zur Folge. Deshalb fllt es uns so schwer, ein gutes Setup zu finden. Entweder es passt fr die Qualifikation oder fr das Rennen."

Konzeptionelle Mngel am MGP W02

Bereits die bisherigen Rennen haben gezeigt: Der MGP W02 ist ohnehin ein chronischer Reifenfresser - ein Problem, mit dem man wohl bis zum Saisonende wird leben mssen. Brawn hat bereits besttigt, dass man in der kommenden Saison auf einen lngeren Radstand setzen wird. 2011 geht es nun darum, das aktuelle Auto zu Testzwecken fr die kommende Saison zu nutzen. Das Reglement bleibt nmlich stabil - jede Erkenntnis, die man jetzt macht, fliet in die Entwicklung des nchstjhrigen Autos ein.

Ziel ist es, konzeptionelle Fehler wie 2011 zu vermeiden. Doch genau das sagten Brawn & Co. bereits im Vorjahr, als man noch die Umstrukturierung des Rennstalls fr die technischen Mngel am MGP W01 verantwortlich machte. Zumindest in diesem Punkt scheint die Truppe aus Brackley nun endlich gut aufgestellt zu sein - Renault trauert Bob Bell nach, der seit dieser Saison bei Mercedes als Technikchef fungiert. Seine Managementqualitten sind in der Szene bekannt.

Bedenklich ist allerdings, dass die Konkurrenz von Mercedes aufholt. Vor allem Force India ist es gelungen, das Red-Bull-Konzept zu kopieren. Der Bolide von Adrian Sutil und Paul di Resta kann hinten angestellt werden, der Auspuff dichtet den Diffusor ab. Die Inder liegen mit Mercedes bereits auf Augenhhe - ein Rckfall hinter ein weiteres Mercedes-Team wre aus Prestigegrnden eine Ohrfeige.

Kehm dementiert Rcktritts-Gerchte um "Schumi"

Kein Wunder, dass da auch die Gerchte um einen Rcktritt von Michael Schumacher nicht verstummen wollen. Pressesprecherin Sabine Kehm wird nicht mde, zu betonen, dass der Rekord-Weltmeister gar nicht ans Aufhren denkt. "Er ist mit voller Leidenschaft bei der Sache und sieht es weiterhin als spannende Herausforderung, gemeinsam mit Mercedes etwas Groes aufzubauen", lsst sie via 'Bild' ausrichten. "Dass es dabei manchmal hakt, spornt ihn eher noch an. Jemand, der demnchst sein 20-jhriges Jubilum in der Formel 1 feiert, wei, dass Beharrlichkeit viel ausmachen kann."

Die italienische Sportzeitung 'Corriere dello Sport' hatte den Kerpener mit folgendem Satz zitiert: "Zum richtigen Zeitpunkt mssen wir uns berlegen, ob ich weitermache oder mit der Formel 1 aufhre." Kehm wundert sich: "Michael hat seit seiner Rckkehr in die Formel 1 mit niemandem vom 'Corriere dello Sport' gesprochen."

Fotoquelle: xpb.cc

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