Der kurze Radstand des Mercedes könnte einer der Schwachpunkte sein

Formel 1 2011

— 18.08.2011

Mercedes: Mehr Mitarbeiter, längerer Radstand

Mercedes engagiert neue Mitarbeiter, um das RRA besser auszuschöpfen, und hat die Schwachstellen des 2011er-Silberpfeils offenbar erkannt

Nach eineinhalb Jahren Mercedes-Werksteam warten Nico Rosberg und Superstar Michael Schumacher immer noch auf ihren ersten Sieg im Silberpfeil. Die Verantwortlichen haben nun realisiert, dass es so nicht weitergehen kann, und daher schon vor mehreren Wochen eine umfassende Umstrukturierung in die Wege geleitet.

Insgesamt sollen rund 100 neue Mitarbeiter an Bord kommen und die derzeit 400 Mann starke Belegschaft in der Chassisfabrik Brackley aufstocken (nicht eingerechnet 20 Verwaltungs-Mitarbeiter in Stuttgart und 400 Motorenleute in Brixworth). Mercedes verstößt damit nicht gegen das freiwillige Ressourcen-Restriktions-Abkommen (RRA) der Teamvereinigung FOTA: "Wir hatten immer Luft nach oben und wir haben vor, diese in Zukunft zu nutzen", so Teamchef Ross Brawn gegenüber 'Autosport'.

Der noch relativ neue Technische Direktor Bob Bell, davor unter anderem Teamchef bei Renault, hat bereits mit der Ursachenforschung begonnen - und ist dabei zum Beispiel auf den kurzen Radstand des aktuellen MGP W02 gestoßen: "Wir werden vielleicht ein längeres Auto bauen", kündigt Brawn an und erklärt: "Bei vollem Tank ist der Schwerpunkt höher, weil der Tank kürzer ist. Das führt dazu, dass die Balance zwischen Qualifying und Rennen bei uns mehr Kompromiss ist als bei anderen."

"Im Idealfall wünschst du dir ein Setup, das im Qualifying gut funktioniert und direkt für das Rennen übernommen werden kann. Dieses Optimum scheinen wir nicht getroffen zu haben, was die Position des Benzins angeht, wenn der Tank voll ist", fährt er fort. Sprich: Durch den kurzen Radstand ist weniger Platz für den Tank, der entsprechend schmäler ausfallen musste. Dadurch verlagert sich das Gewicht der Tankfüllung bei vollem Tank stärker nach oben, was für die Performance unvorteilhaft ist.

Aber das ist nicht die einzige Schwachstelle: "Die Wahl der Bodenhöhen für dieses Jahr basiert auf den letztjährigen Auspufftechnologien, die wir hatten. Die waren gut, aber nicht ganz so stark", gibt Brawn zu. "Es ist nicht immer so einfach, dass man sagt, man fährt mehr Neigung, denn du kannst das Auto auf bestimmte Weise entwickeln und du kannst die Aufhängung auf bestimmte Weise entwickeln. Es gibt da ein paar verschiedene Faktoren."

Fotoquelle: xpb.cc

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