Jenson Button verabschiedete sich mit dem Ungarn-Sieg in die Ferien

Formel 1 2011

— 24.08.2011

Nach der Sommerpause: McLaren lässt nicht locker

Die beiden Erfolge in Deutschland und in Ungarn vor der Sommerpause haben McLaren noch einmal angestachelt: Lewis Hamilton und Jenson Button sollen weiter siegen

Sebastian Vettel hat vor dem Grand Prix in Belgien einen ereblichen Vorsprung in der Fahrerwertung, in der Konstrukteurs-WM liegt Red Bull über 100 Punkte vor McLaren. Die Briten geben dennoch nicht auf. Die beiden Siege von Lewis Hamilton (am Nürburgring) und Jenson Button (in Ungarn) direkt vor der Sommerpause haben die Mannschaft aus Woking zusätzlich motiviert. Man will bis zum Ende der Saison Druck machen, will unbedingt weitere Erfolge einfahren.

McLaren-Geschäftsführer Jonathan Neale stellt vor dem Ende der Formel-1-Sommerpause klar, dass Red Bull kein leichtes Spiel haben wird. "Wir gehen nicht auf Nummer sicher, sondern wir greifen an. Beide Piloten bekommen jeweils die gleichen Updates, damit beide gleichermaßen in der Lage sind, die sich bietenden Chancen zu nutzen", erklärt der Brite. "Wir wollen weitere Siege einfahren." Während Ferrari im Bereich Entwicklung stark auf 2012 umgeschwenkt hat, arbeitet McLaren eifrig an weiteren Verbesserungen für das aktuelle Auto.

"Der einzige Weg, weitere Siege einzufahren ist, dass wir beide Piloten im engen Wettbewerb fokussiert halten. Wir stellen uns als Team hinter die beiden, sorgen für bessere Zuverlässigkeit", erklärt Neale. "Wir werden den Fahrern zu jedem Rennen neue Teile an die Autos bauen, sodass sie spürbare Verbesserungen erfahren können. Stratgetisch ändert sich nichts. Wir haben zwei Nummer-Eins-Fahrer, die beide zu Siegen fahren sollen."

Der MP4-26 sei in Bezug auf den Rennspeed seit langer Zeit konkurrenzfähig, aber es habe zuletzt oft am Tempo im Qualifying gefehlt. "Der Trend zuletzt war aber gut. Wir holen diesbezüglich auf", sagt Neale. "Wir stehen zwar noch nicht ganz vorne, aber wir haben eine erhebliche Entwicklungsrate. Für die kommenden zwei Rennen kommen einige wichtige Neuerungen." Vor allem bezüglich DRS schwenkt McLaren offenbar um. "Einen optimalen Heckflügel würde man eigentlich ganz ohne DRS bauen. Es ist so weniger effizient."

"Man muss sich entscheiden: Willst du Abtrieb und Effizienz, oder willst du möglichst wenig Luftwiderstand", erklärt der McLaren-Geschäftsführer. Da man nun ein gut funktionierendes Auto habe, könne man den DRS-Effekt besser nutzen, also im Qualifying in den Topspeedwerten zulegen. "Aber wir werden in vielen Bereichen Verbesserungen bringen. Es gibt nicht einen einzelnen guten Weg, es gibt auch keine einzelne goldene Lösung", so Neale.

"Die kommenden Rennen werden hart umkämpft sein. Red Bull, Ferrari und McLaren können gleichermaßen Rennen gewinnen. Wir müssen fokussiert bleiben und den Schwung aufrecht erhalten", appelliert der Brite. Vor allem nach Spa-Francorchamps und Monza sei Arbeit gefragt. "Wir kommen dann wieder auf Strecken mit ganz anderer Charakteristik, zum Beispiel Singapur", sagt Neale, der sich speziell auf die beiden kommenden Highspeedkurse nach der Sommerpause freut.

"Wir machen im Entwicklungsprogramm weiter viel Druck. Wir sind derzeit nicht im Vorteil. Wir haben zwar zuletzt zwei verdiente Siege eingefahren, aber es hätte auch durchaus mal ein Doppelsieg dabei herausspringen dürfen. Deswegen gibt es auch leichte Enttäuschung", sagt Neale. "Wir sind in keinster Weise dominant, so sehen wir uns überhaupt nicht." Dem Briten in bewusst: Auch bei gutem Potenzial kann jederzeit etwas schief gehen.

"Wenn man Druck macht und alles gibt, dann passieren ganz leicht mal Fehler. Das kann im Bereich Zuverlässigkeit sein, oder in den Abläufen. Wir sind nicht die einzigen, die mal Probleme beim Boxenstopp hatten", sagt Neale mit Blick auf die Konkurrenz, der ähnliches widerfuhr. "Wenn man auf Sicherheit geht, dann ist man zuverlässig, aber nicht sonderlich schnell. Wenn man im Wettbewerb aufholen muss, dann muss man Risiken eingehen. Dann geht auch mal etwas schief."

Um die Standfestgkeit des MP4-26 zu gewährleisten, habe man sich nun spezielle Bereiche ganz genau angeschaut. "Wir arbeiten an der Hydraulik, an der mechanischen Stabilität, Standfestigkeit des Motors und ganz besonders am Auspuffsystem", verrät Neale. "Wir machen weiter Druck. Die Fans und Partner von McLaren erwarten weitere Siege von uns."

Fotoquelle: McLaren

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