Mark Webber liefert in Belgien bisher eine tadellose Performance ab

Formel 1 2011

— 27.08.2011

Erneut Regen in Spa: Webber vor Hamilton

Alles beim Alten in den belgischen Ardennen: Geburtstagskind Mark Webber bei Regen am schnellsten - Toro-Rosso-Youngsters lassen aufhorchen

Nach dem vom wechselhaften Wetter geprägten Freitag regnete es auch während des dritten Freien Trainings zum Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps. Die Bestzeit sicherte sich wie schon gestern Mark Webber, der den 7,004 Kilometer langen Kurs in den Ardennen (den längsten der gesamten Saison) in 2:08.988 Minuten meisterte.

Webber wirkt am ersten Rennwochenende nach der Sommerpause voller Energie und stellt seinen Teamkollegen Sebastian Vettel (5./+1,414) bisher klar in den Schatten - auch wenn das in den Freien Trainings nicht viel bedeuten muss. Vielleicht ist der Australier aber auch wegen seines heutigen 35. Geburtstags so gut drauf, den er am Morgen mit einem Stück Torte gefeiert hat. Obendrauf gab's als Geschenk auch noch einen neuen Red-Bull-Vertrag für 2012.

Fehler kostet Hamilton die Bestzeit

Die Bestzeit hätte ihm in letzter Minute allerdings fast noch Lewis Hamilton (McLaren) abspenstig gemacht, der im ersten Sektor um drei Zehntelsekunden schneller war, Platz eins aber mit einem Fehler im letzten Sektor wegwarf. Hamilton absolvierte acht Runden und war damit "fleißiger" als sein Stallgefährte Jenson Button (5./+1,269), dem sein Renningenieur schon nach vier Umläufen ins Cockpit funkte: "Ich glaube, du hast alles gelernt, was du lernen musst."

Die genau gegenteilige Strategie verfolgte Toro Rosso: Teamchef Franz Tost schickte seine beiden Youngsters am öftesten auf die Strecke, damit sie sich auf die Bedingungen einschießen können. Das wurde mit zwischenzeitlicher Doppelführung und den Endrängen drei (Jaime Alguersuari) und sechs (Sebastien Buemi) belohnt, hat aber auch einen Nachteil: "Wenn es am Nachmittag wirklich nass sein sollte, sollte man nicht zu viele Reifen ruinieren", weiß Experte Marc Surer.

In der ersten halben Stunde war es ohnehin fast unmöglich, ohne Risiko zu trainieren, bis der extreme Regen langsam nachließ. "Das wäre jetzt Safety-Car-Wetter, wenn es im Rennen so regnen würde", meinte Surer im Kommentar bei den TV-Kollegen von 'Sky'. Regenspezialist Button nahm die Bedingungen bei seiner "Schnupperfahrt" mit Humor: "Richtet mir einen trockenen Overall, trockene Handschuhe und ein frisches Paar Schuhe her!"

Wetterchaos geht weiter

"Die Bedingungen ändern sich alle fünf Minuten. Das ist das Typische in Spa", sagt Timo Glock (Marussia-Virgin), mit neun Sekunden Rückstand 20. und diesmal deutlich langsamer als Lokalmatador Jerome D'Ambrosio (19.) im gleichen Auto. Laut Nico Rosberg (7./Mercedes/+1,849) war es dennoch "ein guter Test, denn im Qualifying soll es auch regnen - auch wenn es immer wahrscheinlicher wird, dass es doch trocken bleibt."

Jubilar Michael Schumacher im zweiten Silberpfeil zeichnete sich als erster Fahrer aus, der sich mit Intermediates auf die Strecke wagte, landete am Ende aber nur auf Position zehn - mit gut zweieinhalb Sekunden Rückstand. Zumindest lief sein Auto aber problemlos, während Rosberg rund zehn Minuten vor Schluss mit einem Reifenschaden an die Box zurückhumpelte. Im Mercedes-Sandwich: Adrian Sutil (Force India) und Bruno Senna (Renault).

Sutil in Eau Rouge am mutigsten

Sutil büßte als Achter zwar ebenfalls mehr als zwei Sekunden auf Webber ein, war mit 258 km/h aber der Schnellste durch die Senke Eau Rouge, die im Regen immer noch als fahrerische Herausforderung gilt. Experte Surer zählt den Deutschen für das Qualifying zu den ganz heißen Außenseitern: "Ihn muss man bei solchen Bedingungen auf der Rechnung haben, weil das Auto auf dieser Strecke auch gut läuft."

Auch für Senna findet der ehemalige Formel-1-Pilot lobende Worte: "Ein neunter Platz vor Michael Schumacher - alle Achtung! Ein Michael Schumacher kann im Regen fahren. Das muss man ihm hoch anrechnen", so Surer. Stark auch Heikki Kovalainen: Einen Lotus auf Platz zwölf zu stellen, ist natürlich nur im Regen möglich, zeigt aber, dass der Finne seine Chance nutzen kann, wenn sich denn mal eine bietet.

Ansonsten sind die am Samstagmorgen gezeigten Rundenzeiten wegen des Wetters schwer einzuschätzen und das wahre Kräfteverhältnis wird sich wohl erst im Qualifying zeigen. Aktuellen Berichten zufolge wird es auch am Nachmittag regnen. Dann kommt es nicht nur auf das richtige Setup und Fahrkönnen an, sondern vor allem auch auf das richtige Timing und das beste Gespür, die Reifen auf Temperatur zu bekommen...

Fotoquelle: Pirelli

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