Für Adrian Sutil ging es in der Eau Rouge von Belgien schief...

Formel 1 2011

— 27.08.2011

"Extrem enttäuschendes" Qualifying für Force India

Zwei Fahrfehler und eine Fehleinschätzung der Mannschaft an den Boxen kosteten das Force-India-Team im Regen-Qualifying wertvolle Positionen

Das Force-India-Team musste in der Qualifikation zum Großen Preis von Belgien einen Abflug von Adrian Sutil verdauen. Der Deutsche war bis zu seinem Fahrfehler in der Eau Rouge im zweiten Qualifying-Teil stark unterwegs und hatte alle Chancen, in die Top 10 zu kommen.

Doch Ausgangs der Kurve geriet er etwas zu weit auf den Randstein, setzte vermutlich mit dem Unterboden auf und verlor die Kontrolle über das Auto. Das wurde so stark beschädigt, dass der Deutsche seine Fahrt nicht mehr fortsetzen konnte und eine Unterbrechung des Qualifyings auslöste.

Am Ende wurde Sutil durchgereicht und belegte mit seiner Zeit noch Position 15. Teamkollege Paul di Resta verpasste unter den schwierigen und wechselhaften Bedingungen auf dem Ardennen-Kurs Sprung in den zweiten Durchgang - wegen eines Fahrfehlers und einer Fehleinschätzung des Teams. Er startet von Position 18 aus in das erste Rennen nach der Sommerpause.

"Was heute passiert ist, war eine Schande", so Sutil. "Denn das Auto hat sich während des Trainings so gut angefühlt. Der erste Qualifying-Durchgang war für mich eine ziemlich klare Angelegenheit. Im zweiten Qualifying-Durchgang leistete ich mir am Ausgang der Eau Rouge einen kleinen Fehler."

"Ich kam etwas neben die Ideallinie, berührte den Randstein und das Heck des Autos ging mir weg. Ich wurde in die Leitplanke geschickt. Es war kein sehr schwerer Einschlag, aber er beschädigte die vordere und die linke Seite des Autos. Ich denke, dass ich mich ohne diesen Zwischenfall auf einer sehr starken Position hätte qualifizieren können."

"Wir gehen davon aus, dass die Bedingungen morgen trockener sein werden. Wir wissen, dass im Rennen alles passieren kann - besonders in Spa. Ich werde aus diesem Grund versuchen, heute nicht allzu enttäuscht zu sein und mich darauf zu konzentrieren, morgen gute Arbeit zu leisten."

"Von Position 18 aus los zu fahren ist natürlich nicht das, was ich mir für den Großen Preis von Belgien vorgenommen hatte", so di Resta. "Wir entschieden uns dazu, zu Beginn des ersten Qualifying-Teils auf die Strecke zu gehen und den mittleren Teil auszulassen, sodass wir das Maximale aus den Bedingungen auf der Strecke zum Ende der Einheit machen können."

"Unglücklicherweise begann es dann wieder zu regnen, und ich wurde in der Schikane überrascht, drehte mich in einer Runde, welche meine schnellste hätte sein können. In der nächsten Runde meldete sich das Team bei mir im Glauben, dass die Strecke nass sein würde, und dass wir abgesichert sein würden. Aber als ich an die Box zurückkehrte, sagten sie mir, dass Kovalainen schneller war, was mich aus dem Qualifying warf."

"Das ist wirklich frustrierend, denn es hätte noch viel mehr kommen können, wir hätten viel weiter vorne in der Startaufstellung stehen können. Glücklicherweise ist Spa eine Strecke, auf der man überholen kann. Wir haben morgen also eine Menge Arbeit vor uns liegen, um zu versuchen, nach vorne zu kommen."

"Die heutige Qualifying-Einheit war extrem enttäuschend", so Teamchef Vijay Mallya. "Wir sind hier voller Optimismus angereist, und unsere Leistung während des Trainings gab uns jeden Grund zu glauben, dass wir uns in einer Position befinden, in der wir beide Autos in die Top 10 bekommen können."

"Aber das klassische Spa-Wetter kann diese Einheiten immer unvorhersehbar gestalten, und heute wurden wir auf dem falschen Fuß erwischt. Paul leistete sich in der Schikane auf seiner vorletzten Runde im ersten Qualifying-Durchgang einen kleinen Fehler, als der Regen zurückkehrte. Wir riefen ihn auf der nächsten Runde an die Box, weil der Regen stärker wurde."

"Es sah aus, als würde er es dennoch in den zweiten Qualifying-Durchgang schaffen, wir wurden jedoch im letzten Moment geschlagen. Was Adrian betrifft, so leistete er sich im zweiten Qualifying-Durchgang in der Eau Rouge einen Fehler und beschädigte sein Auto. Es ist nicht die Einheit, die wir uns erhofft hatten, aber wir werden morgen zurückschlagen und hart kämpfen, um nach vorne zu kommen und Punkte zu holen."

Fotoquelle: Force India

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