Martin Whitmarsh sieht diverse Bereiche, in denen sich die Formel 1 steigern könnte

Formel 1 2011

— 30.08.2011

Whitmarsh: "Die Formel 1 könnte so viel stärker sein"

Martin Whitmarsh spricht als Vorsitzender der Teamvereinigung (FOTA) über die Zukunft der Formel 1 und über den Zweikampf mit "König Fußball"

Steht die Zukunft ihrer Rennserie zur Debatte, ziehen die Teams der Formel 1 meist an einem Strang. Zumindest in der Teamvereinigung (FOTA), die seit einigen Jahren besteht und die sich dem Wohl der Rennserie verschieben hat. Laut Martin Whitmarsh ist es aber nicht damit getan, immer wieder nur kleine Schritte zu machen. Der FOTA-Vorsitzende wünscht sich ein weiterreichendes Engagement.

"Wenn die FOTA eine Einheit bildet, dann ist sie die stärkste Kraft in der Formel 1", sagt der Brite in der 'Australien Motorsport News'. "Das hört sich wie eine Drohung an, aber das wollen wir nicht betonen. Uns geht es darum, diese Kraft dazu einzusetzen, zu kooperieren, einen Konsens zu erzielen und in die richtige Richtung zu gehen. Die Formel 1 ist aber ein skrupelloses Geschäft."

Und zwar nach wie vor, wie Whitmarsh herausstellt. "Hinter allem stehen die Leidenschaft und der Wille zum Sieg, es gibt Egos und die Medien bauschen Meinungen auf. Es ist eine gnadenlose Umgebung", findet der McLaren-Teamchef. Bei aller Konkurrenz müsse man aber sehr wohl darauf bedacht sein, gemeinsam zu agieren, um den Sport langfristig auf eine solide Basis zu stellen.

"Die Formel 1 kann nur erfolgreich sein, wenn die Teams produktiv zusammenarbeiten. Darum geht es in der FOTA. Die Teamvereinigung muss sich mit den Inhabern der kommerziellen Rechte und mit dem Weltverband auseinandersetzen. Bekämpfen wir uns gegenseitig, dann leidet darunter nur der Sport und wir verletzen, was wir lieben. Bei Egos und medialer Aufmerksamkeit ist das nicht einfach."

"Es ist nun aber wesentlich ruhiger. Und manchmal ist ein Kompromiss die beste Lösung für das große Ganze der Formel 1", meint Whitmarsh. Ein großes Ziel hat der Brite für sich und die Königsklasse zweifelsfrei im Auge. Der FOTA-Vorsitzende erklärt seine Sicht der Dinge: "Nach dem Fußball gibt es nur einen weiteren Weltsport, und das ist die Formel 1", gibt Whitmarsh zu Protokoll.

"Es ist ein fantastisches Business, doch es könnte so viel stärker sein. Es sollte weltweit die Nummer eins sein", meint der Brite. "Es ist sicher nicht einfach, den Fußball von der Pole-Position zu verdrängen, aber wenn wir es nicht versuchen, was tun wir dann eigentlich? Vor uns, in dieser sich ständig verändernden Welt voller medialer Komplexität und Entertainment, liegen große Aufgaben."

"Wir können nicht einfach nur stillsitzen und dürfen uns nicht mit dem zufrieden geben, was wir haben, sondern müssen unsere Chancen suchen und den Sport verbessern", sagt Whitmarsh. "Wir sollten uns größere Ziele setzen, denn wir sind die Topklasse des Motorsports, haben die besten Rennfahrer der Welt in den technisch fortschrittlichsten Autos und einen tollen Wettbewerb. Darauf kommt es an."

Fotoquelle: xpb.cc

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